Sicherheit geht vor

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  • Sicherheit geht vor
    © Herbert M. 2017


    Liebe Maria!

    Offenbar ist es dringend erforderlich, mit Dir den wichtigen Aspekt deiner
    eigenen Sicherheit ausführlich zu besprechen:
    • Du exponierst dich immer wieder im Internet,
    • begibst Dich überaus leichtsinnig in verschiedene Gefahren
    • und ziehst so das Unheil geradezu magisch an.
    Selbst, wenn Du mir erzählst, ich müsse mir keine Sorgen machen,
    denn schließlich hättest Du eine langjährige Judo-Ausbildung, in
    der Küchen-Schublade liege ein Revolver und unter dem Kopfkissen
    stets ein Messer, außerdem stecke im Blumentopf ein E-Schocker
    und in Deinem Slip griffbereit der Pfefferspray – nach den letzten
    Desastern kann ich dazu nur sagen, dass man sich um Dich gar
    nicht genug Sorgen machen kann!











    Verliebtheit trübt bei den meisten ja bekanntlich den klaren Blick – aber die Besessenheit von Deiner BDSM-Vorliebe lässt Dich, wie mir scheint, oft gänzlich erblinden. Und so scharfsinnig und treffend Du in kurzen, lichten Momenten Personen, ihre Intentionen und ihre Handlungen auch einzuschätzen vermagst – während der restlichen Zeit, wenn der sexuelle Druck deiner Neigung anwächst, verkümmert diese Fähigkeit so jämmerlich, dass man jedem Kleinkind eine bessere Menschenkenntnis zutrauen würde. Und in dieser Zeit wirst Du unglaublich unvorsichtig.

    Ab sofort sind Dir deshalb aus Sicherheitsgründen ungeschützte Treffen in privatem Umfeld strengstens untersagt.

    Das gilt nicht nur für Treffen mit einzelnen Personen, also für 1:1-Treffen – es kann ja zwischen mehreren Teilnehmern durchaus auch geheime Absprachen geben. Also: Du besuchst weder jemanden in seinem Keller, in seiner Folterkammer oder seinem Schlafzimmer, noch lädst Du ihn zu Dir in die Wohnung ein. Du lässt ihn auch nicht herein, wenn er plötzlich weinend vor deiner Tür steht oder frierend davor übernachtet!

    Für jedes Treffen ist ab nun eine Erlaubnis erforderlich!

    Als automatisch erteilt gilt die Erlaubnis

    • für Treffen, bei denen eigene Kinder, Eltern oder Großeltern teilnehmen und laufend anwesend sind;
    • und für solche Zusammenkünfte, die ausschließlich in gut frequentierter Öffentlichkeit stattfinden;
      dies ist eine Vorsichtsmaßnahme, die auch bei zufälligen Begegnungen unbedingt einzuhalten ist!

    Für alle anderen Zusammenkünfte, die in diesen Punkten nicht erfasst sind, ist vorher eine spezifische Genehmigung einzuholen! Ich komme darauf zurück.

    Gerade in Überrumpelungssituationen, wie einer tatsächlichen oder inszenierten „zufälligen“ Begegnung, ist es ganz besonders wichtig, dass Du dafür bereits vorher einen prinzipiellen, festen Ablauf überlegt hast.

    Der könnte so aussehen:

    • Ich bleibe immer in gut frequentierter Öffentlichkeit;
    • es erfolgt kein gemeinsames Einsteigen in ein Auto
    • und kein Betreten eines Wohnhauses.
    • Ich bin sehr vorsichtig bei der Wahl eines Lokals – verdächtig erscheinende Orte werde ich strikt meiden.
    • Meinen Drink in einem öffentlichen Lokal werde ich andauernd beaufsichtigen und stets austrinken, bevor ich den Tisch verlasse und etwa die Toilette aufsuche – oder ich werde ihn nachher nicht mehr anrühren!
    Nun zur Genehmigung für alle Treffen, die nicht den obigen Kriterien entsprechen:
    Da trotz Deiner Bemühungen um das Vermindern von Risiken offenbar immer noch so manches schief gehen kann, werde ab nun ich eine zusätzliche Überprüfung Deiner Sicherheits­überlegungen und ein Absichern der getroffenen Maßnahmen vornehmen.
    Voraussetzung für das Erteilen der Erlaubnis für ein privates Treffen sind somit:

    • Ausreichende Informationen über alle beteiligten Personen,
    • vernünftige Überlegungen zum geplanten Ablauf,
    • sowie ein passendes Sicherheitskonzept.
    • Das Konzept ist so genau auszuarbeiten, ausführlich zu erläutern und rechtzeitig einzureichen, dass man daraus eine klare Einschätzung der Risiken, ausreichende Überlegungen zur Vorbeugung von Problemen sowie geplante Maßnahmen bei auftretenden Schwierigkeiten erkennen kann. Man sollte somit die berechtigte Hoffnung hegen dürfen, dass Dein aktueller Gemütszustand Deine Zurechnungsfähigkeit nicht allzu sehr beeinträchtigt.

    Ein minimales Sicherheitskonzept für ein kurzes Treffen könnte etwa lauten:

    • Ich rufe vorher eine Vertrauensperson an und gebe die nötigen Daten und ein Codewort bekannt. Beim Anruf danach bestätige ich mittels Codewort, dass das Treffen beendet und alles in Ordnung ist.
    • Ich vereinbare mit der Vertrauensperson, dass sie, falls ich nicht innerhalb der vereinbarten Zeit anrufe oder das Codewort nicht stimmt, das Folgende tun wird:
      • [Details EINFÜGEN - mit wem vereinbart, Zeiten, Aktionen]
    • Ich vereinbare, ob überhaupt und wie eine harmlose Verlängerung des Treffens der Vertrauensperson klar gemacht werden kann, ohne die weitere Sicherheit zu verringern (etwa durch ein nur für die Verlängerung bestimmtes zweites Codewort).
      • [Details EINFÜGEN - mit wem vereinbart, ...]
    Auch mit mir darfst Du Dich treffen, doch Du solltest schon aus guter Gewohnheit auch dabei entsprechende Vorsichtsmaßnahmen einhalten.

    Bei ausreichend erscheinender Ausarbeitung wirksamer Sicherheitsmaßnahmen erhältst Du von mir eine Genehmigung für das Treffen.





    Ob die Genehmigung erteilt wird, liegt aber ausschließlich
    an meiner Bewertung des Risikos und deines geplanten
    Sicherheitskonzepts.
    Ein Treffen ohne Erlaubnis ist jedenfalls streng verboten,
    ebenso ein Abweichen von dem genehmigten Sicherheitskonzept!
    Jeder Ungehorsam in diesem Zusammenhang wird hart bestraft!
    Also Vorsicht: Für eine Übertretung erwartet dich eine solche
    Tracht Prügel, dass du dann garantiert eine Woche lang nicht sitzen kannst!





    Für derartige Widersetzlichkeiten habe ich eine Strafe vorgesehen, die in Amerika Paddle-Detention genannt wird:
    • Es gibt ordentliche Prügel mit einem schweren Paddel;
    • danach eine ausgiebige Schreibstrafe auf dem wunden Po: Du schreibst den hier folgenden Text in Schönschrift 10 Mal ab!
    Meine Bestrafung:
    Nach der Züchtigung mit dem Paddel und dieser Schreibstrafe muss ich in die Strafecke, um gründlich über mein schweres Vergehen, ein Treffen ohne Erlaubnis / eine Abweichung vom vereinbarten Sicherheitskonzept, nachzudenken. Ich werde dort 30 Minuten mit nackten Füßen auf spitzen Steinen stehen.
    Ich darf dabei weder Musik noch Fernseher laufen lassen und muss mit dem Gesicht zur Wand, Hände auf dem Kopf ohne zu sprechen oder mich zu bewegen kerzengerade still stehen. Damit ich das Redeverbot einhalte, gibt es ein Stück Seife für meinen Mund. Erst wenn die Strafzeit vollständig abgelaufen ist, darf ich mich wieder bewegen. Danach erhalte ich nochmals mit dem Paddel den Hintern voll und muss die Ausführung der Strafe bestätigen.
    Ich sehe ein, dass ich zu meiner Sicherheit niemanden unerlaubt treffen darf, und bin für die strenge Strafe sehr dankbar.



    • Dann folgt das in der Schreibstrafe beschriebene Stehen in der Strafecke, Seife im Mund und Hände auf dem Kopf, damit Du ausgiebig Zeit findest, über Deine Missetat intensiv nachzudenken.
    • Und zum Abschluss gibt es bei mir nochmals ein saftiges Paddling, das Dir für einige Zeit die Flausen austreiben wird.

    (Bild: Tanja)


    Danach bin ich ganz sicher, dass Du ein verbotenes Treffen kein zweites Mal versuchen wirst!
    Ich rate dir also dringend: Erspare Dir schon das erste Mal!

    Das neue Genehmigungsverfahren und die Strafandrohung gelten AB SOFORT!
    Und Du brauchst mich gar nicht anzujammern, dass Du unbedingt morgen noch jemanden ganz dringend in seiner Garage treffen musst.
    Das kommt nämlich überhaupt nicht in Frage! Deine Sicherheit geht vor!

    Viele Grüße

    Herbert

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Kommentare 3

  • Yolandi -

    Sehr fürsorglich von Dir . :)

    • HerbertM -

      Normalerweise lernen solche Vorsichtsmaßnahmen ja bereits die mittelgroßen Mädchen. Doch wenn/solange die Leidenschaft den Blick so sehr vernebelt, dass der "Schützling" gar nicht mehr abschätzen kann, ob und wieweit Vertrauen berechtigt erscheint ( = "blindes Vertrauen"), kann man zumindest in unseren Kreisen :) ein bisschen mit dem Pracker für vernünftigen "Schutz und Schirm" sorgen. ;)

    • Yolandi -

      Das Paddel ist übrigens von Kiire_Balder handgemacht. :)