Nebenwirkungen

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  • Liebe Leser und Leserinnen,

    heute ein Exkurs zu den Nebenwirkungen verschiedener Strafstellungen,
    wieder in Zusammenarbeit mit @Frechebiene.

    Vor allem solche Stellungen, die lange auszuhalten sind, wie z.B. Stand-, Sitz- und Kniestrafen,
    bestrafen nicht nur durch
    • die im Lauf der Strafzeit durch die Strafstellung immer weiter zunehmenden Schmerzen;
    • die aufkommende Langeweile und Ungewissheit, insbesondere bei Reizentzug
      durch eine leere Ecke, eine leere Wand oder durch eine Kapuze;
    • den erheblichen Zeitverlust;
    sondern können auch noch weitere Straf-Auswirkungen haben.

    Bei Wahl der passenden Zeit
    • verhindern sie den Kneipenbesuch oder das Kaffeekränzchen;
    • bewirken während der Nacht eine unangenehme Schlafverkürzung;
    • oder nehmen andere Annehmlichkeiten weg ...


    Eine Eckestehen-Strafe kann zum Beispiel lauten: "Stell dich hinter den Fernseher",
    wodurch dann der gerade freudig erwartete Film leider nicht sichtbar ist.






    Hier nun ein Teil einer von mir früher geschriebenen, dazu passende Geschichte:
    ( https://herbertm.erziehungsspiel.de/2015/10/20/schmerzhaft-und-wirksam/ )




    „Ja, die Rute kann einen schon ganz rasch davon überzeugen, die festgelegte Disziplin strikt einzuhalten!
    Und denk daran: Eigentlich bist du ohnedies noch billig davongekommen –
    das nächste Mal setzt es ja vielleicht auch 60 Hiebe oder mehr…

    – Tja, du weißt, ich halte viel von dreifachen Strafen. Also wirst du jetzt noch ‚Auf allen Vieren‘ stehen und gut über
    deinen Fehler und die Konsequenzen nachdenken [diese Stellung ist in ‚Melanie muss abnehmen‘ im Kapitel ‚Strafstellungen‘ beschrieben].
    Stell den Küchenwecker auf 10 Minuten, und ab in die Ecke!“

    Rudi schnauft und keucht bald vor Anstrengung, während ich gemütlich in einem Buch lese.
    Das ist ja das Angenehme an den Strafstellungen: Der Übeltäter bestraft sich selbst!

    „So, der Wecker hat geläutet: Du darfst wieder aufstehen. Das war wohl ein bisschen
    anstrengend für dich!“
    „Ja, sogar reichlich anstrengend und auch ziemlich schmerzhaft!“
    „Sehr gut! Und als dritter Strafteil ist heute das Fernsehen für dich gestrichen. Es ist
    jetzt knapp nach 19 Uhr, deine Verfehlung war schwer – du wirst deshalb ab jetzt
    bis 22 Uhr im Vorzimmer stehen und danach sofort zu Bett gehen.“
    „WAS? Heute ist Viertelfinale in der WM!“
    „Au, fein, das sehe ich mir gerne an. Du hingegen wirst draußen vor der Tür stehen:
    Da hörst du den Sprecher – allerdings ohne ihn zu verstehen; und sehen kannst du
    leider auch nichts.
    Ich habe einen kleinen ‚Aufpasser‘ in meiner Tasche, einen
    Bewegungsmelder, der die Ausführung deiner Strafe überwachen wird.
    Der schaltet bei jeder Bewegung eine Stehlampe ein, deren Licht ich durch die
    Glastüre sehen kann. Dieser ‚Aufseher‘ ist ganz schnell aufgebaut, ich muss dazu
    nur den Bewegungsmelder samt der Lampe an eine Steckdose anstecken.
    Vorsicht:
    Jedes ‚Licht an‘ bedeutet für dich anschließend ein weiteres Dutzend mit der Rute
    und 15 Minuten zusätzliches Stehen. Du weißt ja jetzt, wie sich 12 Rutenhiebe
    anfühlen, da wirst du dich wohl sehr bemühen, deine Standstrafe gänzlich
    bewegungslos und still wie ein Lämmchen durchzustehen.

    Also komm mit. – – Gesicht zur Wand, kein Anlehnen und kein Sprechen. Bewegen verboten!
    Ich bin davon überzeugt, die heutige dreifache Strafe wird für dich einen hohen Lerneffekt haben!“





    Die "Nebenwirkungen" können ganz verschieden ausfallen.
    Oben war es der Verlust einer Fernsehsendung, in der nächsten Story geht es darum, aus der "privaten" Bestrafung eine (halb-)öffentliche zu machen.




    „So, nach den wohlverdienten Hieben setzt du dich dort noch zwei Stunden an den Tisch, 'Hände auf den Tisch'. Aufstehen ist verboten!
    Damit es nicht zu langweilig wird, verwendest du als Sitzunterlage das Strafgitter (1).
    Es wird dich die ganze Zeit über deutlich an deine Verfehlung erinnern.



    Du hast ja durchaus bereits beträchtliche Fortschritte erzielt, doch alle paar Wochen fällst du dann doch wieder in alte Muster zurück.
    Darum gibt es heute diese deutliche Verschärfung der Strafstellung - damit die gute Wirkung länger anhält.

    Doch vorher darfst du noch deine Freundinnen anrufen und ihnen absagen –
    denn bei eurem Kaffeeklatsch kannst du nun wohl nicht mehr dabei sein.“

    Birgit beißt sich auf die Lippen. Es ist richtig gemein von ihm, ihr das Treffen mit ihren Freundinnen zu verderben.
    Gerade die Zeit, auf die sie sich die ganze Woche über freut, nimmt er ihr weg.
    Doch sie weiß: Jeder Widerspruch verschärft ihre Strafe nochmals heftig.

    Sie nimmt ihr Handy und wählt. Da er neben ihr steht, getraut sie sich nicht, offen zu lügen.
    Auch das könnte leicht zu weiteren Sanktionen führen.
    „Mir ist leider etwas dazwischen gekommen. Ja, schade! Also dann bis zum nächsten Mal!“

    Ihr graut davor, was jetzt sicher an Klatsch über sie zu kursieren beginnt.
    Sie kennt doch ihre „Freundinnen“ und weiß genau, wie sie stets über andere herziehen.
    Ihre Gespräche könnten nun durchaus so ablaufen...

    „Sie hat wohl wieder einmal den Hintern voll bekommen und darf jetzt nicht raus.“
    „Ja, sonst sagt sie doch nie ab. Einmal hat sie sich versprochen, daher weiß ich, dass sie ordentliche Dresche erhält, wenn sie nicht pariert.“
    „Sperrt er sie denn auch ein?“
    „Nein, das nicht. Aber er lässt sie nach den Hieben gerne stundenlang stehen oder knien.“
    „Ein bisschen härter anfassen tut ihr sowieso gut! Dann verkündet sie wenigstens für eine Weile nicht jeden Tag,
    um wie viel klüger sie ist als alle anderen.“
    „Ja, danach trägt sie dann ihre Nase für zwei Wochen nicht mehr ganz so hoch wie sonst."
    "Oho - eigentlich noch höher, weil sie ja stehen muss. Sitzen wird sie wohl kaum können!"
    Alle lachen.
    „Sie braucht das. Wir wissen doch, wie sie sich immer aufführt.
    Kleine Kinder müssen eben erzogen werden.
    Ein paar Ordentliche hinten drauf – und gleich ist sie um Vieles verträglicher!“

    Ob sie wirklich so gemein über sie sprechen werden?
    Birgit ist sich nicht ganz sicher – aber es läuft ihr heiß und kalt über den Rücken, als sie sich nun auf das Strafgitter setzt und die Hände auf den Tisch legt.
    Das Gitter drückt schon von Beginn weg schmerzhaft auf den wunden Hintern.
    Das wird eine lange, schlimme Strafzeit!
    Und wahrscheinlich werden ihre Freundinnen sie in Kürze genau so ausrichten und auslachen, wie sie es befürchtet.
    Welch eine Demütigung zusätzlich zu dieser harten Strafe!

    ________________
    (1) Strafgitter: herbertm.erziehungsspiel.de



    Strafstellungen ergänzen eine schmerzhafte Züchtigung einfach und wirksam.
    • Die Schmerzen, die Langeweile und der Hunger während der Strafzeit,
    • der Zorn über die eigene Dummheit, diesen Fehler begangen zu haben,
    • die Scham über die Schadenfreude der anderen, die davon erfahren werden,
    • der Ärger über den Zeitverlust,
    • die Verzweiflung, nach der erschöpfenden Strafe auch noch den Haushalt erledigen zu müssen -
    all das trägt gut zur strengen Bestrafung bei und dazu, dass die Delinquentin ihr Vergehen ganz sicher nicht wiederholen möchte.

    Wenn die Zeit für die Zusatzstrafe auch noch so gewählt wird, dass dadurch maximale Unlust erzeugt wird,
    dann verstärken die Nebenwirkungen die Strafe in der besten Art und Weise!

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