Ungerechte Strafen

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen



  • Liebe Leserinnen, liebe Leser!

    Heute zwischendurch ein - wie wir finden - spannendes Thema, das @Frechebiene und ich gemeinsam aufbereitet haben: Ungerechte Strafen.
    Dazu erst einmal eine kleine Geschichte.





    Wofür?

    Mathilda: „Ich glaube, du willst, dass ich dich jetzt doch noch mit meinem Bruder vergleiche... Beide immer einer Meinung. Du wirst dich noch mit ihm anfreunden, weil ihr euch so ausnehmend gut versteht!

    Was hast du denn morgen vor?“

    „Morgen ist ein anstrengenden Tag: Büro, dann ein Gespräch mit der Bank und noch einen Kunden am Abend. Und du?“

    „Ich habe ein paar Klienten, und dann wartet hier noch einiges an Hausarbeit auf mich.“
    – – –

    „Hm. Welche Strafe findest du für Frechsein und Widerworte angebracht?
    Ich glaube, die ist mal wieder fällig! Offenbar brauchst du sie dringend!“

    Mathilda erschrickt. Was ist denn passiert? Wofür soll ich denn bestraft werden?
    Michael hat die ganze Zeit über gestichelt und Witze gemacht – und jetzt???
    Das ist eine wirkliche Ungerechtigkeit. Ich habe doch nichts gemacht.
    Oder doch?
    Soll ich ihn fragen, wofür die Strafe sein soll?
    Vielleicht besser nicht. Er scheint plötzlich ziemlich gereizt.

    „Könntest du morgen beim nach Hause Fahren noch einkaufen? Wir brauchen einiges!“

    „Du lenkst von deiner Strafe ab! Wenn du so weiter machst, werde ich sie verschärfen.“

    Das klingt bedrohlich. Sie weiß recht gut, was eine Verschärfung bedeuten kann!
    „ – Welche Strafe bekomme ich?“

    „Du gibst dir ein Dutzend mit dem Kabel. Und ich sehe zu, ob du auch ordentlich zuschlägst.“

    „ – Ja, mach ich.“






    Die Hiebe schmerzen heftig und hinterlassen auf ihrem in letzter Zeit ziemlich empfindlichen Po dicke Striemen.
    Mathilda ist wütend. Ja, sogar einen gewissen Hass hat sie auf Michael. Warum schlägt er sie – oder lässt sie sich selbst schlagen, was sie als durchaus gleichwertig oder gar noch schlimmer empfindet.
    Wofür war denn das?
    Sie heult. Es tut so weh, und er ist so unfair.

    Michael ist zufrieden: „Gut – dann überlegst du nächstes Mal vielleicht vorher, mit wem du mich vergleichst, nur weil ich meine Meinung sage.“

    Ah – nun versteht Mathilda endlich das Problem: Michael hat sich darüber geärgert, mit ihrem Bruder verglichen zu werden, den er überhaupt nicht leiden kann! Und ihr Sarkasmus war dann zu viel.

    Sie hatte es einfach witzig gefunden, er aber nicht.

    Und jetzt verfliegt die letzte Spur von Hass auf ihn. Sie will ihm zeigen, dass sie ihn gerne hat und ihn weder beleidigen noch ärgern wollte!

    „Warum hast du mir nicht vorher gesagt, dass dich mein Vergleich geärgert hat?
    Ich wusste überhaupt nicht, wofür du mich bestrafst und fand das extrem ungerecht!“

    „Warum hast du denn nicht gefragt, wofür du bestraft wirst?“

    „Ich wollte nicht, dass alles noch schlimmer wird. Dein Hinweis, du würdest die Strafe verschärfen, war nicht sehr ermutigend.“

    „Ich dachte, du wüsstest ohnehin genau, wofür sie ist.
    Und falls du den Grund nicht kennst, kannst du immer danach fragen.
    Wir sprechen am Wochenende darüber!“

    Am Samstag überlegen sie dann gemeinsam, was da passiert ist und wie es dazu kam.






    Ungerecht

    Wann empfindet man eine Strafe als ungerecht?

    • Wenn man nicht weiß, dass man eine Vorschrift übertreten hat und welche.
    • Wenn man sich keiner Schuld bewusst ist.
    • Wenn die Strafe als zu hart empfunden wird.
    • Wenn andere für dasselbe (oder Schlimmeres) weniger oder gar keine Strafe erhalten.
    • ...
    Manchmal ist es ja auch so, dass
    • die Delinquentin keine Ahnung hat, wofür sie bestraft werden soll, sich aber auch nicht nachzufragen getraut, da damit eine Erhöhung der Strafe verbunden sein könnte. Sie kennt also das Delikt gar nicht (genau). Und deshalb gibt es eine deutliche Diskrepanz zwischen dem (für sie gar nicht vorhandenen) Delikt und der Strafe. Sie empfindet die Strafe als ungerecht.
    Oft wird Bestrafung aber auch als ungerecht empfunden, selbst wenn das Delikt klar auf der Hand liegt, weil
    • die Täterin es nicht als strafwürdig empfindet:
      .) „Ich kann ja gar nichts dafür!“
      - Es gibt einen echten oder vermeintlichen Fremdeinfluss,
      - sie wurde von anderen provoziert, verführt;
      .) oder es ist ein Grenzfall: Das ist doch (gerade noch) keine Übertretung – oder doch schon?

    • die Strafe zwar dem Grund nach anerkannt wird, aber die Strenge als weit übertrieben empfunden wird, denn
      .) man hat doch nur…
      .) und das bisschen zu viel/zu wenig...
      .) und außerdem ist es nur deshalb passiert, weil rundherum der oder die oder das...
      .) und die anderen machen es doch auch...

    Jede als ungerecht empfundene Strafe erzeugt Ärger, Wut (als Verstärkung des Ärgers), Trotz oder gar Hass (im Spannungsfeld zu Liebe) auf den Bestrafer, wegen seines fehlenden Verständnisses, des Nichtbeachtens der Gründe, die es rechtfertigen würden, nicht bestraft zu werden und seiner Herzlosigkeit.
    Falls es eine „echte“ Erziehungssituation ist, wird eine Besserung des Verhaltens in einem solchen Fall nur über die massive Angst vor der Wiederholung und weiteren Verschärfung der Strafe erreicht, und nur, wenn zugleich die hohe Wahrscheinlichkeit besteht, bei jedem neuen Versuch ertappt zu werden. Dazu muss also auf Dauer eine strenge Überwachung aufrecht erhalten werden.

    Die Delinquentin hat dabei aus der Enttäuschung heraus, dass ihre Person als böse betrachtet und bestraft wird, oft ein heftiges Bedürfnis nach Zuwendung, Trost und Wärme – manchmal aber auch danach, sich abzuwenden, sich trotzig zurückzuziehen oder das ganze Spiel abzubrechen.

    Das Bedürfnis nach Zuwendung kann der Erzieher nutzen, indem er

    • klar macht, wofür genau die Bestrafung erfolgt
    • die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit der Strafe darlegt
    • vor Augen hält, dass nicht er sondern Sub die Strafe verursacht hat, es aber eben seine Aufgabe ist, Fehlverhalten streng zu bestrafen
    • vermittelt, dass nicht die Delinquentin als Person angegriffen wird, sondern ihre Tat.
    Damit kann auch die Empörung der Delinquentin über den Erzieher reduziert oder ganz zum Verschwinden gebracht werden.
    Was natürlich (auch) dem Bestrafer nützt, da die Integrität seiner Persönlichkeit nicht bezweifelt wird (die Strafe war ja voll verdient) und er weiterhin hohes Ansehen als Vertrauter und als Autorität genießen kann. In dieser Konstellation kann nun eine Verhaltensänderung auch aus Zuneigung erfolgen.

    Wenn die Delinquentin sich dagegen zurückzieht oder an einen Abbruch des Spiels denkt, ist es dringend angeraten, ein Gespräch zu führen, um das Vertrauensverhältnis wiederherzustellen und das Spiel fortsetzen zu können. Im Falle einer tatsächlichen Überforderung müssten dann eben neue Regeln besprochen und bei einer Fortsetzung auch eingehalten werden.

    Die als ungerecht empfundene Strafe ist selbst im reinen Spiel problematisch, da hier ja das Delikt oft „erfunden“ wird, die darauffolgende Strafe aber dann durchaus echte Schmerzen verursacht. Die Härte der Strafe kann dann natürlich als unpassend (in Bezug auf das fehlende Delikt auch als ungerecht) empfunden werden.
    Selbst, wenn es so gewollt und ausgemacht war.

    Im Spiel ist deshalb ein zweistufiges Safeword nützlich:
    Gelb kann bedeuten:
    Es ist bereits ganz knapp davor, zu viel zu werden, weil ich

    • nicht mehr aushalte
    • körperliche Probleme habe
    • eine Fortsetzung als voll ungerecht empfinde

    Rot ist dann Abbruch.




    Diese Frage ist erlaubt

    Die Frage „Wofür?“ sollte man immer zulassen und beantworten.
    „Du brauchst wohl wieder einmal den Hintern voll!“
    „Aber wofür denn?“
    Wenn sie noch vor der eigentlichen Straffestsetzung erfolgt, umso besser!
    Denn dann kann der Erzieher leicht nachsteuern, die Strafe verschärfen oder verringern, je nachdem, wie die Reaktion auf seine Erklärung ausfällt.
    Eine Diskussion über Vorschriften, Strafen, Umstände, Entschuldigungsgründe sollte hier aber nur soweit zugelassen werden, als der Erzieher merkt, dass die Strafe auch in seinen Augen wahrscheinlich ungerecht wäre.
    Die erste Frage „wofür“ ist also frei – die nächsten Fragen oder Antworten sind für Sub aber bereits mit einem immer höher ansteigenden Risiko verbunden, für Widerworte noch eine tüchtige Extrastrafe zu kassieren.





    So. Das, wie wir finden, interessante Thema ist nun freigegeben zur Diskussion! :D
    Wie seht ihr das? :winken:

    Herbert und Frechebiene

    Über den Autor

    460 mal gelesen

Kommentare 35

  • Yolandi -

    Super finde ich die Feststellung dass Hass und Liebe nur ein paar Millimeter voneinander entfernt sind :)

  • Frechebiene -

    @Neugierige: ich zitiere jetzt mal verschiedene Sätze von dir und antworte insgesamt, weil sich meine Antwort jeweils auf mehrere Teile bezieht.

    „Ich gehe davon aus, dass jeder Passive "Gelb" (oder ein anders vereinbartes Wort /Satz) sagt, wenn er das Gefühl hat, dass es ihm zuviel ist oder er sich absolut nicht wohl fühlt - und nicht zum Spaß.
    Und davon sollte auch jeder Aktive ausgehen, denn sonst würde er ja seinem Partner von grundauf misstrauen.
    Und nur wenn der Aktive nicht immer spürt, dass etwas beim passiven Partner nicht okay ist, heißt das nicht, dass er das "Gelb" unnötigerweise verwendet.“

    „Es geht hier ja nicht um Zerreden, sondern darum, wenn für den Passiven eine Strafe ungerecht empfunden wird.“

    „Wenn es Probleme gibt, muss sofort darüber gesprochen werden; und nicht erst, wenns zu spät ist.
    Dann die Vertrauensbasis wiederherzustellen, erachte ich als schwer möglich.“

    „Ich möchte zu meiner aktiven Partnerin Vertrauen entwickeln, mich sicher fühlen.
    Das kann ich nur, wenn sie mich und meine Grenzen ernst nimmt, feinfühlig ist, und sich nicht unberechenbar und /oder willkürlich verhält.
    Das Spiel soll ja Genuss und Erholung sein, und keine Retraumatisierung....“

    Dieses letzte Zitat ist für mich auch ganz entscheidend. Wenn ich mich bei meinem (Spiel-) partner nicht vollkommen sicher fühlen würde, würde ich die Situation nicht aushalten. Das bedeutet auch für mich ein sehr starkes Vertrauen, und mein Erzieher muss natürlich genau spüren, was ich brauche und wie weit er gehen kann. Von unberechenbar und willkürlich ist ja auch nicht die Rede, wenn wir von (vermeindlich) ungerechten Strafen sprechen.

    @Yolandi: das hast du schön gesagt:"Mit einem Partner dem ich nicht zutraue daß er für mich bestimmen kann wieviel ich verdiene und wieviel er mir abverlangt würde ich gar nicht erst spielen. Ich traue meinen Partnern schon zu daß ich mich bei ihm fallen lassen kann vertraue ihm auch an dem Punkt wenn es eigentlich schon genug ist aber er im Moment entscheidet daß eben doch noch 10 für mich aushaltbar sind. Solche Momente können gemeinsam unheimlich kicken"
    Genauso sehe ich das auch.

    @Neugierige: In deinem Spiel oder deiner Vorstellung gibt es genau eine bestimmte Situation, es folgt die Strafe und hinterher die entsprechende Zuwendung.
    In meinem Spiel z. B. geht es um viel längere Zeiträume und tatsächliche Verfehlungen, Dinge von denen ich mir wünsche, dass ich sie verändere (insoweit bestimme auch ich, wann eine Strafe erforderlich ist ;) ) aber gerade weil ich mich sicher fühle, lege ich die Verantwortung für die Strafe in die Hände des Erziehers, der entscheidet, wann und wie ich bestraft werde. Das Gefühl von Angst, nennen wir es vielleicht eher unwohles Gefühl, gehört für mich dazu.

    Nehmen wir ein konkretes Beispiel: ich will zukünftig nicht immer nur auf der faulen Haut liegen, einige Dinge im Haushalt müssen zeitnah und konsequenter erledigt werden. Also ist eine Regel: jeden Abend ist die Küche sauber und der Geschirrspüler gepackt. Und eine weitere: erst wenn alle Aufgaben erledigt sind, darf ich meinen Hobbies nachgehen.
    Mein (Spiel-) partner kommt nun nach Feierabend nach Hause und findet mich auf der Couch vorm Fernseher. Er begrüßt mich, zieht sich um. Dann kommt er zu mir und sagt: "du kennst die Regeln, also, zieh dich aus, beug dich über den Sessel. Du bekommst 12 Hiebe mit dem Rohstock.“

    Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten:
    - Ich war tatsächlich zu faul, dann spüre ich beim Hereinkommen des Erziehers die Angst vor der Strafe, die ich ja aber nun verdient habe, gehört dazu und löst keine negativen Gefühle aus.
    - Ich könnte die Situation stoppen und fragen warum ich bestraft werde, weil ich in dem Moment nicht an die Küche gedacht habe. Der Erzieher erklärt es und bestraft mich dann
    - Es ist vereinbart, dass Widerworte und Herumgezicke zusätzlich bestraft werden, eine verhängte Strafe ist hinzunehmen (soweit sie keine Grenze überschreitet). Ich sage nichts und bekomme die Strafe, empfinde sie evtl. als ungerecht

    Wenn mein Erzieher jetzt vor der Bestrafung sagt: Du hast die Küche nicht gemacht, du wirst bestraft. – Dann könnte ich es erklären. Ich könnte aber auch Ausreden erfinden, warum ich es nicht gemacht habe, die dann natürlich zusätzlich bestraft würden. Insofern besteht tatsächlich die Gefahr einer Diskussion, des „Zerredens“ wenn der Erzieher nicht genau einschätzt, was hinter meinen Antworten und Fragen steckt.

    Wenn er es nicht tut, und ich bin mir keiner Schuld bewusst, dann nehme ich zunächst die Strafe hin, denn das gehört zum Spiel. Dann habe ich bei einem Ampelsystem die Möglichkeit zu stoppen – im „besten“ Fall natürlich so wie du es beschreibst: weil ich es nicht mehr aushalte, darüber gesprochen werden sollte und die Strafe milder fortgesetzt wird. Oder aber ich fühle nur, dass es ungerecht ist und fordere eine Erklärung ein. Dann könnte es auch wieder mit einer Diskussion enden, wenn ich völlig uneinsichtig bin, was zur Strafverschärfung führen würde. Oder aber ich versuche, den Erzieher vom Gegenteil zu überzeugen, dann würde er wohl nach dieser Pause die Strafe fortsetzen, weil er sie ja durchaus zu Recht verhängt hat. Oder aber ich halte es wirklich nicht aus – das aber ist für mich keine Frage des ungerecht Empfindens wie hier geschildert, denn mein Erzieher weiß, wie er mich bestrafen kann und sollte und merkt das auch an meiner Reaktion. Ich bekomme also vielleicht 9 der Hiebe, ziehe die gelbe Karte. Dann bekomme ich z. B. weil ich an dem Tag einfach schmerzempfindlicher bin die letzten nach der Pause (und vielleicht 2 mehr für die Unterbrechung).

    Wenn die Strafe härter ist, als ich ertragen kann, dann ist das entweder eine Übertreten von Grenzen oder ein gemeinsames Ausprobieren, hat aber nichts mir ungerecht empfundenen Strafen zu tun.
    Wenn es derartige Probleme gibt, weil ihm das Einfühlungsvermögen und Verständnis fehlt oder warum auch immer – da stimme ich dir zu, sollte das besprochen werden und dann ist es wahrscheinlich auch ein Vertrauensbruch.

    Andernfalls ist das Vertrauen für mich gerade die Grundlage, dass man es bespricht, einsieht und weiterspielen kann – eben auch noch hinterher, wenn es für Sub wichtig ist, auch um es nächstes Mal besser zu machen.

    Und noch eins zum Festlegen der Strafen, auch wenn es hier eigentlich nicht das Thema ist: klar muss gemeinsam besprochen werden, was geht und was ein NoGo ist. Bestimmte Dinge würde ich auch klar für mich ausschließen – und wenn mein Erzieher darauf zurückgreift, ist es wohl wirklich ein Vertrauensbruch. Aber: bei manchen Strafen habe ich erst durch meinen Erzieher gemerkt, welche Wirkung sie haben, dass ich es eben doch aushalte, mag oder nicht mag. Und dadurch ist es natürlich möglich, Grenzen zu verschieben, wenn es mit dem entsprechenden Einfühlungsvermögen und Verständnis passiert. Ich habe dadurch inzwischen Strafstellungen und Instrumente kennengelernt (und auch mich selbst!), die ich früher niemals in Betracht gezogen hätte. Das erweitert die Möglichkeiten im Spiel und gibt auch ein gutes Gefühl.

    • Neugierige -

      "Mein Erzieher hat nun einen schlechten Tag (oh, sorry hat er natürlich nie ), oder im Stillen denkt er schon längst, ich hätte es mal wieder nötig.
      Also reagiert er auf Sticheleien oder Provokation (für mich vielleicht unerwartet) und legt eine Strafe fest. An anderen Tagen hätte er vielleicht
      gelacht. Oder er merkt, dass ich auch nicht gut drauf war und hätte auf eine Strafe verzichtet." (ZITAT)

      Auf diesen Absatz von dir in deinem anderen Kommentar spielte ich an.
      Wenn der Aktive die Strafe schärfer ansetzt als sonst, empfinde ich das als willkürlich. Für mich sollten sich eine schlechte Stimmung oder Frustrationen niemals auf Spiel auswirken.

      "@Neugierige: In deinem Spiel oder deiner Vorstellung gibt es genau eine bestimmte Situation, es folgt die Strafe und hinterher die entsprechende Zuwendung.
      In meinem Spiel z. B. geht es um viel längere Zeiträume und tatsächliche Verfehlungen, Dinge von denen ich mir wünsche, dass ich sie verändere (insoweit bestimme auch ich, wann eine Strafe erforderlich ist ) aber gerade weil ich mich sicher fühle, lege ich die Verantwortung für die Strafe in die Hände des Erziehers, der entscheidet, wann und wie ich bestraft werde. Das Gefühl von Angst, nennen wir es vielleicht eher unwohles Gefühl, gehört für mich dazu. " (ZITAT)

      Nicht ganz.

      Die Bestrafungen SIND die Zuwendung. Ich trenne das auch nicht: Bestrafungen, Berührungen, sexuelle Handlungen,....mir ist es am Liebsten, wenn sich das alles miteinander vermischt.

      "Aber: bei manchen Strafen habe ich erst durch meinen Erzieher gemerkt, welche Wirkung sie haben, dass ich es eben doch aushalte, mag oder nicht mag. Und dadurch ist es natürlich möglich, Grenzen zu verschieben, wenn es mit dem entsprechenden Einfühlungsvermögen und Verständnis passiert. Ich habe dadurch inzwischen Strafstellungen und Instrumente kennengelernt (und auch mich selbst!), die ich früher niemals in Betracht gezogen hätte. Das erweitert die Möglichkeiten im Spiel und gibt auch ein gutes Gefühl." ( ZITAT)

      Das empfinde ich anders.

      Wenn etwas Neues hinzukommt, dann möchte ich das vorher absprechen; und nicht überrumpelt werden - denn dieser "Schuss" würde bei mir nach hinten losgehen.
      Ich kann es nicht leiden, "ins kalte Wasser" gestoßen zu werden; ich möchte mich vorher auf etwas einstellen....und vor Allem, meine Partnerin und ich entscheiden vorher GEMEINSAM, was wir noch hinzunehmen; und nicht meine Partnerin allein.


      Und meine Idealvorstellung ist, dass meine Partnerin und ich gemeinsam Drehbuchautorinnen, Regisseurinnen und Hauptdarstellerinnen in unserem individuellen Ageplay sind (das für mich viel mehr als ein Rollenspiel ist....es ist eine Lebenseinstellung und "Berufung", und kann sich bei besserem Kennen gerne zeitlich ausweiten....)
      Das hat nichts damit zu tun, dass ich zu wenig Vertrauen hätte - ich finde es so einfach am Schönsten....Teamwork sozusagen. :)

    • Frechebiene -

      Wie gesagt, wir spielen eben unterschiedlich. Damit wirst du keine ungerechten Strafen erleben und das ist doch hier das Thema. Freut mich für dich sehr.

      Verpasst du halt einiges, aber für dich ist es okay und das ist wichtig. Hoffentlich findest du eine Partnerin, die genau das mag.

      Vielleicht gibt es ja hier noch ein paar Erfahrungen mit ungerechten Strafen, auch aus aktiver Sicht?

    • Neugierige -

      Ich verpasse mit Sicherheit nichts.

  • Sub67 -

    Hm. Schwierig. Kommt sehr auf das Setting an.
    Erziehungsspiel oder Erziehungs-Ernst?
    Der aktive Part kann mit vermeintlich einer einzigen ungerechter Strafe, die auch noch knüppelhart durchgezogen wird,
    alles endgültig zerstören.

    Es macht schon Sinn, die Frage "wofür" zuzulassen.
    Es macht auch Sinn, dem passiven Part eine Darstellung seiner Sichtweise / Verteidigung seines Handelns zu gestatten.

    Zu oft habe ich in meinem Leben erlebt, das es zu einem Vorgang zwei Aussagen gibt, die sich 180Grad unterscheiden, was dann?

    Oder eine reine Fakten-Szene:
    Es wurde vereinbart: x Uhr zu Hause. Verspätung eine Stunde. Punkt.
    Ohne weitere Diskussion setzt es beim Betreten der Wohnung ein paar, oder auch ein paar mehr.

    Grund für die Verspätung: belegbare(!) Hilfeleistung nach Verkehrsunfall.
    Da könnte eine Ermahnung folgen mit dem Hinweis auf Handy und Info. Und das sollte es gewesen sein.
    Andernfalls wird gutes Handeln bestraft, und das kann auch nicht im Sinne des Erfinders sein!

  • Neugierige -

    Die Idee mit dem Ampelsystem find ich sehr gut.
    Und was bedeutet das dann im Spiel konkret, wenn "gelb" eintritt?

    • Yolandi -

      "gelb" kenne ich als Singnal für den Aktiven dass die Heftigkeit noch nicht ganz am Limit des Passiven angekommen ist, aber "rot"(also der Abbruch) kurz bevor steht .

      "Gelb" ist sozusagen nochmal die Chance dass das Spiel ohne Abbruch weiter geführt werden kann wenn der Aktive nen Gang zurück schaltet. :)

      Ich denke das Ampelsystem kann vor allem für Partner die sich nicht so gut kennen, oder bei Events nützlich sein.

      Ich persönlich mag es als passive nicht so gern; als Aktive hat es mir aber schon manchmal mehr Vertrauen ins Spiel gegeben.

    • HerbertM -

      Ist ganz eine Sache der Vereinbarung.
      Kommt auch auf Sub an. Wenn sie stets schon fast zu Beginn GELB sagt, dann aber durchaus gut aushält, wird man vielleicht ein paar aufmunternde Worte verlieren, etwa: „Bei der Übertretung warst du aber nicht so zimperlich. Also musst du jetzt hier auch durch!“
      Falls GELB aber immer 2 Sekunden vor ROT kommt, wird man wohl sofort unterbrechen – und den verdienten Rest (plus ein paar Zusatzhieben) dann nach einer zweiminütigen Pause verabreichen.
      Man kann die Schläge auch etwas leichter geben – aber insgesamt sollte eine (verdiente) Strafe durch GELB nicht vermindert werden können. Finde ich! :D

    • Neugierige -

      Ich, wo ich als nahezu Anfängerin noch kein gutes Gefühl für meine Grenzen hab, finde dieses System sehr sinnvoll.
      Das kann man ja dann erst mit mehr Erfahrung alles besser einschätzen.
      Und die Tagesverfassung kann ja auch ganz verschieden sein.

      Wieso magst du es denn als Passive nicht so gern, @Yolandi?

    • Neugierige -

      Wie du es beschreibst, @HerbertM, ist es für mich aber nicht ganz der Sinn der Sache.

      Der Sinn dieses Systems ist für mich ja eine Verminderung der Intensität, weil es zuviel ist.

    • HerbertM -

      Wenn Sub (im Spiel oder Ernst) versucht (und das passiert doch sicher recht oft!), mittels GELB die Strafe selbst zu bestimmen oder zu vermindern, hat Dom zu entscheiden:
      1. macht er normal weiter und riskiert den Abbruch (ROT)
      2. riskiert er seine Autorität durch Verminderung der Strafe (falls sie vorher explizit verkündet wurde). Wenn es tatsächlich Anzeichen für gesundheitliche Probleme gibt, ist das die richtige Option, sonst eher die falsche. (Falls die Strafe vorher nicht genau verhängt wurde, kann Dom problemlos auch wie in 3 oder 4 fortfahren).
      3. unterbricht er, um Sub eine nötige Pause zu gönnen, und führt dann die verkündete Strafe vollständig aus.
      4. unterbricht er, um nach einer Pause (günstig, da danach der Vergleich mit vorher nicht so deutlich möglich ist) die Reststrafe mit etwas leichteren Schlägen zu Ende zu bringen.
      Stärkt auch Sub, da sie die volle Strafe nun ja doch (wenn auch mit einer Pause) ertragen hat (von der etwas verringerten Intensität braucht sie hier gar nichts zu erfahren!). Damit kann man Subs Grenze auch langsam verschieben.

  • Neugierige -

    Eine Diskussion über Vorschriften, Strafen, Umstände, Entschuldigungsgründe sollte hier aber nur soweit zugelassen werden, als der Erzieher merkt, dass die Strafe auch in seinen Augen wahrscheinlich ungerecht wäre.

    Diesem Satz kann ich emotional nicht ganz folgen.

    Wenn nun aber der Aktive eine Strafe als gerecht empfindet, und der Passive aber als ungerecht, was nun....?
    Der eine Typ Passive wird die Strafe trotzdem hinnehmen.
    Und ein anderer Typ Passive wird das Spiel beenden; und das Vertrauen in den aktiven Partner wird deutlich gesunken sein, wenn Dieser kein Verständnis zeigt. (Ich würde so ein Verhalten der aktiven Partnerin wahrscheinlich als Grenzüberschreitung empfinden und wäre sehr wütend und verletzt....)

    • HerbertM -

      Es geht hier darum, das Delikt und die Strafe nicht von Sub zerreden zu lassen.
      Und sosehr ich Subs Furcht vor der Strafe verstehe und auch ihre Versuche, sie abzumildern oder möglichst aufzuheben (und hier gelegentlich ja auch die Meinung vertreten wird, dass eigentlich Sub die Strafe bestimmt oder vorgibt), ist es für mich immer noch so, dass Dom die Strafe (mit bestem Wissen und in bester Absicht) angemessen festlegt und durchsetzt.
      Man wird dann eben anschließend über die Probleme reden.
      Und da die Bestrafung ja mit bestem Wissen und in bester Absicht erfolgte, sollte die Vertrauensbasis rasch wiederhergestellt werden können. Falls aber nicht, dann ist die Beziehung ohnedies bereits grundlegend beschädigt.

    • Neugierige -

      Es geht hier ja nicht um Zerreden, sondern darum, wenn für den Passiven eine Strafe ungerecht empfunden wird.

      Wenn meine Partnerin eine Strafe, die für mich nicht okay ist, ausführen möchte, unterbreche ich das Spiel.
      Wenn ich als Passive Furcht vor der Strafe hätte, würde etwas grundlegend falsch laufen.
      Im Grunde bestimmt der Passive indirekt die Strafen, weil er die Strafen, die für ihn nicht okay sind, nicht annimmt.

      Wenn es Probleme gibt, muss sofort darüber gesprochen werden; und nicht erst, wenns zu spät ist.
      Dann die Vertrauensbasis wiederherzustellen, erachte ich als schwer möglich.

  • Neugierige -

    Ich hab im Spiel noch nie eine Strafe als ungerecht empfunden, kann mir aber nicht wirklich vorstellen, wie ich in so einem Fall reagieren würde.

    An sich bin ich ein Fan von ausführlichen offenen und ehrlichen Gesprächen DAVOR. Aber natürlich können auch die nicht immer negative Entwicklungen verhindern, weil ja auch jeder Passive, besonders, wenn er noch nicht viele Erfahrungen hat, die eigenen Grenzen nicht so gut einschätzen kann.
    In diesem Fall kann eine Unterbrechung und ein Gespräch hilfreich sein, denke ich.

    • Frechebiene -

      Ich finde ehrliche Gespräche im Vorfeld auch wichtig, aber nicht stundenlang und vor jedem Hintern voll, sondern mehr zum Festlegen von Regeln, Tabus und Grenzen. Und ich finde sie wichtig hinterher, gerade wenn es für einen Partner ungute Gefühle gab. Aber ich mag auch ein wenig Ungewissheit dabei... komme ich mit meinem Verhalten durch? Vielleicht merkt er nichts... wie weit kann ich provozieren? Vielleicht hilft mir meine Ausrede?
      Dann kann es aber durchaus sein, dass die Strafe schneller oder härter oder auch überraschend erfolgt. Dann möchte ich zwar wissen, warum ich bestraft werde, jede weitere Diskussion ist dann aber überflüssig.... zumindest bis die Strafe vollstreckt ist. Und ich finde auch, dass nicht Sub das Strafmaß festlegen darf .... wenn mein Erzieher die Strafe für angemessen hält, ist das so - soweit er mich nicht überfordert und besprochene Grenzen einhält. Und wenn es mir wirklich zu viel ist, gibt es die gelbe Karte, ich sage was ich denke und dann kann der Erzieher entscheiden, ob das in Ordnung oder vielleicht eine Ausrede ist.

      Und hinterher darüber sprechen hat noch weitere Vorteile: das vertrauen wird wieder hergestellt oder verstärkt, ich kann Trost bekommen.... eine Strafpredigt kann folgen,oder aber Nachschlag, wenn ich herumzicke, maule oder trotz tatsächlicher Verfehlung völlig uneinsichtig bin. Schließlich passiert das nicht, um mich zu quälen, sondern zu meinem Besten.
      Und da darf eine Strafe schon auch von der Laune und Tagesform des Erziehers abhängen.

      Schlecht ist es, wenn ich nicht weiß, wofür ich bestraft werde und weder fragen darf noch hinterher ein Gespräch erfolgt. Denn dann droht vermutlich zumindest langfristig der Abbruch.

    • Neugierige -

      Irgendwie hab ich das Gefühl, wir reden aneinander vorbei, weil du von Strafspanking sprichst, und ich von Ageplay mit gespielten Strafen (was ich real noch nicht ausgelebt habe....).

      Und da stell ich mir das schon so vor, dass wir vorher besprechen, wie wir uns das ungefähr vorstellen, und es dann so leben, dass es für uns BEIDE erfüllend ist. Und wenn ich eine Frau kennenlerne, sind stundenlange Gespräche notwendig, bis wir klären können, was wir tun können und werden. Es muss ja mal Vertrauen und Sicherheit aufgebaut, und auch gesundheitliche Schwachstellen besprochen werden.
      Und mir schwebt das so vor, dass meine Partnerin mir ja bereits vor der Ausführung einer Strafe ruhig erklärt, warum sie mich jetzt bestrafen wird.

      So ein von oben herab, wo nur die Aktive das Strafmaß festlegt, und ich nicht miteinbezogen werde, ist nichts für mich.
      Es soll ja für uns Beide ein Genuss sein, und nicht nur für eine Person.
      Für mich hängen die gespielten Strafen im Ageplay von MEINER Tagesform, also der Tagesform der Passiven, ab!

    • Frechebiene -

      Nein, wir reden nicht aneinander vorbei, wir spielen nur anders.
      Ich möchte auch im Vorfeld Regeln und Grenzen festlegen ohne Frage. Und natürlich auch die Verrfehlungen, die bestraft werden.
      Aber halt nur allgemein. Und da kann es z. B. auch sein, dass ein Punkt Frechsein ist, meine Ordnung, solche Dinge.

      Mit meinem Erzieher ist besprochen, das wird geahndet und er weiß auch, was ich mag oder nicht mag und wo Grenzen oder
      Tabus sind.

      Mein Erzieher hat nun einen schlechten Tag (oh, sorry hat er natürlich nie ;) ), oder im Stillen denkt er schon längst, ich hätte es mal wieder nötig.
      Also reagiert er auf Sticheleien oder Provokation (für mich vielleicht unerwartet) und legt eine Strafe fest. An anderen Tagen hätte er vielleicht
      gelacht. Oder er merkt, dass ich auch nicht gut drauf war und hätte auf eine Strafe verzichtet.

      Oder ich habe im Grunde schon aufgeräumt, es liegen nur gerade in dem Moment ein paar Dinge herum, oder der
      Geschirrspüler ist nicht eingeräumt. Mache ich ja später noch … und genau dann kommt er und verhängt die Strafe.

      Dann kann ich das in dem Moment als ungerecht empfinden oder weiß in dem Moment auch nicht wofür. Aber genau das
      macht für mich auch einen Reiz aus. Und natürlich ist es dann auch für beide erfüllend. Gerade weil ich meinem Erzieher vertraue und sicher bin, dass er mich nicht überfordert – aber er legt das Maß fest und nicht ich. Und das wird
      auch nicht diskutiert.

      Wenn ich dann so unsicher, wütend oder gar verletzt bin, dass ich es nicht aushalte, hilft mir die gelbe Karte. Nicht nur um die Härte abzumildern, auch um nachzufragen.... wenn ich dann aber nur eine Pause erreichen will oder bockig werde - gehts weiter oder es gibt noch ein bisschen mehr. Oder ich halte durch und es wird hinterher besprochen. Dann weiß ich es und kann es einsehen…Und nächstes Mal besser machen, aber es gibt keinen Vertrauensbruch. Und mein Erzieher weiß aber auch, wie ich mich gefühlt habe. Und kann es ebenfalls anders machen, wenn es nötig wäre. Aber eine Diskussion im Vorfeld kann schon auch dahin führen, dass es zerredet wird.

      Nicht okay ist es in meinen Augen nur, wenn eine vorher festgelegte Grenze oder ein Tabu gebrochen wird. Und wenn
      dabei festgestellt wird, dass schon auch Ausreden dabei sind, müsste die Strafe auch eher verschärft werden als gemildert.

      Eine gewisse Angst macht für mich auch das typische Gefühl , zusammen mit dem Gefühl von Sicherheit, dass ich bei meinem Erzieher habe.

      Wenn du eine aktive Partnerin hast, die es erfüllt, deine genauen Vorgaben zu akzeptieren, ist es doch prima für euch. Ich finde es anders schöner (und mein Erzieher auch :) )

    • Neugierige -

      "Nicht okay ist es in meinen Augen nur, wenn eine vorher festgelegte Grenze oder ein Tabu gebrochen wird." (ZITAT)

      Ich hab ja kaum Erfahrung; und kann ja daher nicht genau sagen, wo meine Grenzen liegen.
      Dazu ist ja dann das "Gelb" da, damit ich als Passive kommuniziere, dass ich an meine Grenzen gerate (oder mich emotional nicht wohl fühle, weil etwas Negatives von früher heraufkommt z.B.....).

      Angst ist wirklich das Letzte, was ich in Verbindung mit Beziehung, Sexualität und Ageplay empfinden möchte, da ich in meinem ganzen Leben genug damit zu tun habe.

      Ich möchte zu meiner aktiven Partnerin Vertrauen entwickeln, mich sicher fühlen.
      Das kann ich nur, wenn sie mich und meine Grenzen ernst nimmt, feinfühlig ist, und sich nicht unberechenbar und /oder willkürlich verhält.
      Das Spiel soll ja Genuss und Erholung sein, und keine Retraumatisierung....

  • Christian -

    Es kommt wohl stark darauf an, ob überhaupt und wann die "Aufklärung" über die Verfehlung erfolgt.
    Denn wenn die Bestrafte nicht weiß wofür, kann eine "Erziehung" nichts fruchten. :(
    Nicht einmal im Spiel... ;)
    Und wenn sich die Wut über die Ungerechtigkeit nicht legt, sind die Zukunftsaussichten für eine Fortsetzung des Spiels trübe! ;(

  • HerbertM -

    Fügen ist das eine.
    Doch wie beeinflusst die ungerechte Strafe die Spielpartner? Das Spiel? Was passiert mit der Session? Beschädigt die Strafe das Vertrauen, die Beziehung?
    Was ist mit der Wut? Ist es vielleicht auch Hass? Wie verändern sie das Szenario? ... ;)

    • Yolandi -

      Ich werde berichten wenn es wieder einen festen Spielpartner in meinem Leben gibt :D

      ... Und hoffe derweilen dass sich noch andere zu dem Thema hier äußern.

  • Yolandi -

    Ich bin ja ein eher devotes Spielkind; also würde ich mich letztendlich trotz eventueller Wut ect auch einer ungerechten Strafe fügen .

    • Frechebiene -

      Und was passiert dann dabei... oder danach mit dir? Wie fühlst du dich? Würdest Du danach noch weiterspielen? Oder die Regeln verändern?

    • Yolandi -

      In meinem Wunschdenken unterwerfe ich mich ja innerhalb eines abgesteckten Zeitraum zu 100% und gebe meinen Willen ab. Solange die Strafe keine persönlichen Nogos sprengt würde ich nichts verändern wollen. Von daher kann ich vielleicht beim Thema Unger chtigkeiten gar nicht mitreden (?) :D

      Als Aktive finde ich es schon ganz reizvoll eine gewisse Willkür auszuspielen. Zum Glück ging das bisher noch nie in die Hose

    • Christian -

      Ja, klar ist das reizvoll! :D
      Es muss ja auch nicht alles von vornherein festgelegt sein. Solange die Strafe akzeptiert wird (oder einfach durchgesetzt werden kann), reicht meist wohl auch ein nachträgliches "Besprechen" oder "Erklären"... ;)
      Ist das nicht generell die bessere Methode ?

    • Frechebiene -

      Ich finde das auch besser, wenn nicht alles vorher festgelegt ist. Aber genau dann kann man eine Strafe auch als ungerecht empfinden. Und hinterher erklären ist wichtig, wenn Sub es nicht weiß, aber dann muss schon ein gutes Vertrauensverhältnis bestehen

    • Neugierige -

      Ich finde es sehr wichtig, dass vorher alles festgelegt ist. Vorhersehbarkeit gibt mir Sicherheit.

  • Yolandi -

    "So. Das, wie wir finden, interessante Thema ist nun freigegeben zur Diskussion! :D
    Wie seht ihr das? :winken:

    Herbert und Frechebiene
    "
    _______
    So werte Community. Dann mal ran an Tasten. :)

    Wieder mal ein sensationell guter, ausführlicher, einfühlsamer und vielschichtiger Beitrag zu einem interessanten Thema.

    Welche Erfahrungen , Gefühle gibt's denn "ungerechten Strafen" betreffend. (?)