Paradox

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  • Kleine und grosse Lebenslügen
    Alltagserscheinungen

    Auf Worte werden Häuser gebaut, Kinder in die Welt gesetzt, Leben ausgerichte, Herzen geóffnet, Menschen weggesperrt, Seelen zerstört, Entscheidungen getroffen, Gefühle miss-gebraucht .. usw. Ehrenworte - Versprechen - Beteuerungen - Beschwörungen -Überzeugungsarbeiten. Wozu?


    Menschen haben wohl von Natur aus das Bedürfnis sich grosse wichtige, heilige Worte ans Herz zu legen. Theatralisch beschwören sie sich mit höher gestellte Ehe-und-Lebens- Freundschafts-Versprechen. . Sich zu lieben und zu ehren bis dass der Tod sie scheidet. Meistens endet die Liebe ja nicht mit dem Tod; woraufhin nicht selten auch die Sache mit dem "Ehren" ganz selbstverständlich in klitzekleine Stücke zerfetzt wird. Im Grunde fängt die Kontroverse schon viel früher an; man verbraucht tagsüber Ressourcen um zu Leuten die man eigentlich nicht mag freundlich zu sein um dann am Abend dem angeblich geliebten Partner den ganzen seelischen Restmüll unterzujubeln. "Alltagsgeschäft". Lieben Menschen eigentlich tatsächlich?

    Ganz klar: Gefühle vergehen, Meinungen ändern sich. Nur; warum verliert man so schnell den Bezug zu seinen eigenen schwerwiegenden Worten? Alles nur Theater? Wozu der Aufwand an Überzeugungsarbeit? Wozu die Offensive? Wozu gleich "Gelöbnisse"? Ist das fair? Meine persönliche traurige Bilanz: Keines der (zwei-drei Lebens-) Versprechen (die mir teilweise) aufgezwungen wurden hatte Bestand - und meine klarsten Aussagen erzielten die wenigste (bis gegeteilige) Wirkung. Paradox. Ich rede (wahrscheinlich) nicht von kranken Menschen-sondern von Alltagserscheinungen. Kontoverse, paradoxe Verhaltensweisen.

    Wie funktioniert Kommunikation eigentlich heute? Hab ich was verpasst? Vielleicht alles Theater? Eine Art alltägliche Kunst? Vielleicht hat man auch einfach vergessen mir einen zeitentsprechenen Translator einzubaun? Nichts hat Bestand, nichts scheint verbindlich. Hat der Mensch den Bezug zum Kommunikationsmittel "Sprache" verloren? Auffallend: Menschen die sich immer als besonders wahrheitsliebend betonen tun es am meisten und springen von einem Theaterstück ins nächste. Wozu das ganze? Ist das nicht alles ein sehr anstrengender (Selbst-)Betrug? Ähnlich gehen wir mit Anschuldigungen um. Hiess es früher vorsichtig damit umzugehn. Heute wird es sogar als zu zugunsten für die Sache selbst deklariert wenn Menschen eben mal als Kriminelle publiziert werden. Kann man überhaupt noch irgendwas Ernst nehmen? Muss ich Ja sagen wenn ich Nein meine damit man mich verstanden wird? ? Und sollte ich mich nicht unwohl fühlen sobald man mir mit Freundlichkeit begegnet? Vor allem jede der die eigene Glaubwürdigkeit nicht reicht sondern die Wahrhaftigkeit bescheinigt bekommen möchte. Ehrliches Interesse vorgeben nachdem gar nicht gefragt wurde. Ist das nicht alles viel zu anstregend für das bisschen heiss Luft?

    Das mag jetzt alles überspitzt klingen. Spiegelt aber meine momentanen Gedanken wider.. Ich könnte noch zig Beispiele bringen wie sinnentleert und überflüssig mir Kommunikation zwischen zwei Menschen erscheint. Teilweise sogar wie eine Art Falle. .. die einlullt, zuschnappt und die das Genick brechen kann. Zumindest die die sich dadurch über eine Grenze hinweg in mein Leben, meine Seele (er-) schleichen will. Das mag verbittert klingen; ist es aber nicht. Menschen sind verschieden. Ich auch. Wie einfach und klar war doch die Zeit der kleinen "willst Du mit mir-gehn-Zettelchen".

    Nun ist der persönliche Teil doch länger geworden als gedacht . ^^ Und da ich mich seit 40 Jahren kenne weiss ich dass den Rest des Tages darüber nachdenken werde ob ich das so stehn lassen möchte ;) .


    Widersprüchlich kann man auch finden, ..

    Kompetenz


    Dominanz
    ... dass manche Menschen
    mit Führungsqualität und
    echter Stärke ausgestattet
    sind; Dich aber in Wahrheit
    nicht mal vor der kleinsten
    Maus beschützen könnten?
    An den Rollstuhl gefesselt
    Gesetze

    ... dass Grossbritannien per
    Gesetz die Darstellung von
    physischer und psychischer
    Gewalt in Filmproduktionen
    verbietet. Sich aber gleichzeitig
    einer Art psychischer Gewalt
    bedient indem die Darstellung
    des weiblichne Orgamus,
    nicht aber den männlichen
    mit untersagt wird

    Freiheit
    ... dass wir den

    Internationaler Fetisch-Tag 2017
    feiern; es aber gleichzeitig so scheint
    als hätten wir damit den Faden für
    (Selbst-)Kritik und die Tolernaz
    für Intoleranz verloren
    Begriffe1
    ... dass es den Begriff
    BDSM eigentlich gar nicht mehr geben
    dürfte, da er keine Neigung mehr
    gruppiert, sondern zum Mülleimer für
    alle Abweichungen benutzt wird

    Begriffe2
    ... dass wir ständig neue
    Begriffe erfinden, die mir persönlich teilweise das
    Gefühl geben als würden wir mit dessen Hilfe den
    weiblichen Haustyrannen und im Extremfall sogar
    fahrlässige Tötung legitimieren. BDSM lässt
    grüssen.
    Stalking

    .....dass manche Mädels schon von Stalking
    reden wenn sie es mit einem "Schnellmerker"
    zutun haben und das Wörtchen "Nein" noch nicht
    mal von Lippen bekommen haben und damit
    verhindern dass Frauen mit echten Problemen
    ernst genommen werden.

    Partnerschaft
    ... dass
    Vielen nicht bewusst ist dass die echte Arbeit
    nicht die Partnersuche ist, sondern die auch in
    unserem Nischenbereich erst bei Findung
    richtig beginnt.

    Vor-Urteil
    ... dass Shades Of Grey
    nur ein Beispiel in meiner Biographie ist
    dass ich alleine aufgrund Vorurteilen
    verweigere und mir deshalb gar keine Kritik
    erlauben darf.
    Soziales

    ... dass Opfer immer noch zu
    Tätern gemacht werden.

    Guides
    ... dass aufwendige Verzeichnisse

    von praktischem Wissen für Neueinsteiger

    und Anleitungen für s "richtig Schlagen"

    nicht vor echten Wunden schützen.
    Dominanz
    .. dass in Foren

    nur ganz wenig von den Wünschen und Träumen aktiver Männer

    zu lesen ist




    ...... Und und und ..... vielleicht werde ich auch ganz einfach nur langsam alt . :D


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    So .. genug gejammert doofy evilgrin crazy Wünsche Euch noch eine schöne Woche ^^ . Gibt noch paar kleine Überraschungen.


    Über den Autor

    Die Absicht, niemals zu täuschen, bringt uns in Gefahr, oft getäuscht zu werden.

    718 mal gelesen

Kommentare 2

  • sommerwind -

    Wenn ich lüge und sage, dass ich lüge, lüge ich dann oder sage ich die Wahrheit?
    + Wenn ich beim sagen auch lüge: das ginge nur, wenn ich zuerst nicht gelogen hätte. Das verdient eine Tracht Prügel.
    + Wenn ich beim sagen n i c h t lüge: dann weiß der Ansprechpartner, dass ich zuerst gelogen habe. Auch das kann man nicht ungestraft hinnehmen.

  • Trainer -

    Kommt darauf an, ob man ein Kreter ist... ;)