Strafe nach alter Tradition 1.0.0

  • Networker free

Yolandi -

Blogartikel von Wolfram Steffen über die Tradition der Rute

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Dateityp
Datei - Upload

Eine Rute trägt heute bestenfalls noch Knecht Ruprecht bei sich. Kinder kennen ihn als den freundlichen alten Mann vom Weihnachtsmarkt. Erwachsene erinnern sich an seinen Besuch am Weihnachtsabend und lachen darüber, dass sie in ihrer Jugend auf den verkleideten Onkel hereingefallen sind.


Doch was heute nur noch ein Symbol ist, hat in früheren Zeiten jedem jungen Mädchen das Fürchten gelehrt. Denn die Rute kannte es nur allzu gut. Sie war bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts das allgegenwärtige Zeichen elterlicher Erziehungsgewalt und wurde immer dann hervorgeholt, wenn es darum ging, die Sünden der eigenen Sprösslinge zu bestrafen und deren Gehorsam wiederherzustellen.

Geht man noch ein Jahrzehnte zurück, wird die Rute nicht nur als erprobtes Erziehungsmittel gelobt, sondern gehörte auch für so manche Ehefrau oder Magd zu den schmerzhaften Erinnerungen, die ihren Lebensweg begleiteten. Denn noch im 19. Jahrhundert musste eine ungehorsame Ehefrau genauso damit rechnen, von ihrem Herrn und Ehemann mit der Rute bestraft zu werden, wie es in den besser gestellten Kreisen üblich war, damit die Dienstboten zu Fleiß und Unterwürfigkeit anzuhalten.

Die Birke war also über viele Jahrhunderte hinweg ein äußerst gefragter Baum und so manche Magd wurde nach draußen geschickt um ein paar frische Sprösslinge zu schneiden, wenn wieder einmal eine Bestrafung angesagt war ..

Wolfram Steffen - Widerwort

Yolandi

Blog-Artikel
Dateien
Die Absicht, niemals zu täuschen, bringt uns in Gefahr, oft getäuscht zu werden.
  • Version 1.0.0

    - 197,06 kB - 177 mal heruntergeladen