Cuckolding

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  • Der Ausdruck „Cuckold“ kommt aus dem Englischen und bezeichnet jemanden, der ein Kuckuckskind aufzieht. Diese Bezeichnung war in der Vergangenheit einmal erniedrigend für den Mann, der das Fremdgehen seiner Frau nicht verhindern konnte, doch die Bedeutung hat sich heutzutage geändert. Cuckolding bezeichnet heute eine bis weit ins bürgerliche Milieu verbreiteten Praxis, in der ein in der Regel devoter Mann Lust und Befriedigung aus dem offenen und konsensuellen Fremdgehen seiner Frau zieht. Der Cuckold genießt es dabei von seiner Frau dominiert zu werden.
    Der Cuckold ermutigt entweder seine Frau zum Fremdgehen oder er akzeptiert auf Grund seiner devoten Veranlagung das Bedürfnis seiner dominanten Frau nach sexueller Freiheit. Er unterstützt sie aktiv bei der Suche nach einem Lover und steht später er auch für Hilfsdienste bei den Dates zur Verfügung. Er findet ebenso Befriedigung in der Tatsache, dass die Frau sich nicht nur sexuell mit anderen Männern einlässt aus, sondern, bis zu einem gewissen Grad, auch emotional. Oft geht der Cuckold davon aus, er wäre nicht in der Lage seiner Frau das zu geben was sie braucht um Glücklich zu sein. Die Demütigung die Frau mit einem anderen Mann zu wissen oder Zeuge ihrer sexuellen Begegnung zu sein wird als lustvoll empfunden.
    Oft ist auch der Liebhaber der Frau dem Cuckold gegenüber dominant und nutzt diesen als Diener und Handlanger mit Wissen und Billigung der Frau. Zudem ist es im Interesse des dominanten Liebhabers den Cuckold keusch zu halten. Je weniger der Cuckold sexuell mit der Frau verkehrt desto exklusiver verfügt er über die Frau.

    Für die devote Frau des devoten Cuckolds ist es oft ein Bedürfnis auch mal mit dominanten Männern zu verkehren. Das Cuckold Beziehungsmodell ermöglicht ihr die sexuelle Begegnung mit dominanten Männern ohne die Liebesbeziehung / Ehe in Frage stellen zu müssen.

    Wenn eine dominante Frau ihren Mann zum Cuckold macht, erweitert sie ihre Möglichkeiten ihren devoten Mann zu bestrafen und zu disziplinieren um ein Vielfaches. Sie nimmt sich die sexuelle Freiheit die ihr als dominante Frau naturgegeben zusteht und erwartet von ihrem Cuckold tatkräftige Unterstützung.

    Unabhängig davon ob die Frau dominant oder devot ist: Sie geniesst alle Vorzüge der Liebhaber, ohne mit den alltäglichen Problemen einer Partnerschaft in Kontakt zu kommen.

    Allgemein werden drei Stufen von Cuckold Beziehungen unterschieden:

    Anfänger Cuckold C1
    Der C1 - Dem Cuckold gefällt es, seine Frau mit anderen Männern zu teilen und diesen auch gern ein wenig devot zu begegnen. Seine Rolle ist passiv und vielleicht macht er auch schon Handreichungen für das Paar. Er besorgt die Kondome und hilft ihr beim Anziehen etc..
    Seine Frau und er verstehen das Cuckolding als eine Art Spiel. Die Frau beginnt es zu geniessen von anderen Männern begehrt und genommen zu werden. Sie findet Gefallen daran ihren Mann auch mal zu demütigen und es gefällt ihr wenn er zuschauen muss. Bei C1 kommt es nur selten vor, dass sie sich mit einem Lover alleine trifft. Der C1 Cucky nimmt manchmal auch aktiv am Sex mit anderen Männern teil. Keuschhaltung und sexuelle Kontrolle durch die Frau kann jedoch schon Teil dieses Spiels sein. Bei C1 ist das Cuckolding mehr als Rollenspiel zu verstehen, welches nach dem Sex beendet ist und schlägt sich im Miteinander der Beziehung kaum oder gar nicht nieder. Ist eine C1 Beziehung über einen gewissen Zeitraum stabil und wird von Frau und Mann als erregend angesehen, so entwickelt sich diese in aller Regel ganz von allein zu einer C2 Beziehung.

    Die typische Cuckoldbeziehung C2
    Bei einen typischen C2 Cuckoldpaar hat sie einen oder mehrere Lover die gut bestückt und potent sind. Schliesslich geht es hier um ihre Lusterfüllung, ihr Mann unterstützt sie dabei nach Kräften.
    Dabei geht das Ganze mit Demütigung und mit Keuschhaltung des Cuckis einher. Hier bezieht die Frau nicht nur Lust aus dem Sex mit dem Bull, sondern auch daraus ihren Partner, z.B. durch ihre Schamlosigkeit im Spiel mit dem Lover zu reizen und zu erniedrigen. Die Lady lebt oft innerhalb der Beziehung ihre Dominanz aus während Sie ihrem Lover gegenüber eher devot ist. Im Prinzip werden hier auch schon einzelne Elemente einer Femdom Beziehung oder FLR gelebt.
    Innerhalb einer C2 Beziehung lässt sich der Cuckold von seiner Frau dominieren und wird keusch gehalten gewöhnlich in Verbindung mit Tease & Denial. Zeiträume von 2 und 6 Wochen zwischen den Orgasmen sind nicht ungewöhnlich. Er darf sie penetrieren, hat aber nicht, oder nur selten, das Recht in sie zu ejakulieren. Falls der Liebhaber die Frau einmal für sich alleine beanspruchen möchte oder die Frau ihre Macht über ihren Mann demonstrieren will, kann es vorkommen, dass dem Cuckold, für begrenzte Zeit die Penetration ganz verwehrt wird.
    Im Idealfall nimmt der Lover auch ab und zu am Alltag des Paares teil. Er übernachtet im Ehebett, bleibt übers Wochenende und fährt auch mal mit in den Kurzurlaub.

    Vollzeit Cuckoldbeziehung C3
    Die Frau bestimmt, allein ihre Lust und ihre Bedürfnisse stehen im Vordergrund. Penetration durch den C3 Cuckold findet nicht mehr statt und ist Dritten vorbehalten. Man spricht auch von „Never-Inside". In vielen Fällen steht er auch ihrem Lover sexuell zur Verfügung.
    Auch wird er durch seine Partnerin (und ihren Liebhaber) zeitweise oder dauerhaft Keusch gehalten. Er wird von seiner Frau immer wieder sexuell gereizt, doch die Erfüllung bekommt er nur noch selten erlaubt. Seine Sexualität unterliegt gänzlich der Kontrolle seiner Frau und er genießt dies als eine Art Befreiung von seinem Drang.
    Ihr Glück und ihre sexuelle Erfüllung stehen für den C3 Cuckold im Vordergrund und er widmet sich mit Hingabe allen Aufgaben die das mit sich bringt. Er fährt sie zu ihren Dates und holt sie auch wieder ab. Er kauft ein und kocht, er bringt das Frühstück ans Bett der Beiden, gemeinsame Wochenenden und Kurzurlaube verbringt er im Dienste von Ihr und ihrem Liebhaber. Er macht Handreichungen beim Liebesspiel, damit sie optimal geniessen können was ihm verwehrt bleibt.
    Bei einem C3 kann es auch zu Fremdschwängerung kommen. Oder zumindest ist die theoretische Möglichkeit einer solchen, ein weiterer Kick für alle Beteiligten.

    Abgrenzungen:
    Ein großer Teil der Cuckold-Beziehungen integriert Liebhaber der Frau über längere Zeiträume. So entstehen zwangsläufig emotionalen Bindungen. Cuckoldbeziehungen sind daher zu Teil auch der Polyamorie zuzurechnen. Viele stabile polyamore Dreierbeziehungen mit zwei Männern und einer Frau scheinen auch dem Cuckold / Lover / Frau Schema zu entsprechen. Auch auf Grund der klaren Rollenverteilung und der damit einhergehenden Sicherheit für alle Beteiligten, scheinen Cuckold-Beziehungen sehr gut zu funktionieren und lange zu halten, was bei rein poliamoren Beziehungen nicht unbedingt der Fall ist.

    Der Wifesharer ist vom Cuckold abzugrenzen, da bei einem Wifesharer das sexuelle Interesse im Vordergrund steht.
    Beim Cuckold hingegen ist das Hauptthema die Liebe zu seiner Frau. Ein Wifesharer ist vor allem an den voyeuristischen Aspekten interessiert, empfindet keine bis wenig Eifersucht und möchte in der Regel auch seine Frau mit anderen Männern gemeinsam „begatten“.

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