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Von Team,

Teil 5: Apfeldiebe

Das nächste Mal sah ich Sylvia, nachdem sie einen langen, sonnigen Urlaub mit ihrem Vater in Italien verbracht hatte, während es bei uns leider die ganze Zeit nur geregnet hatte. Folglich kehrte sie tiefgebräunt, das blonde Haar von der Sonne gebleicht und voll von angeberischen Geschichten über die Orte, die sie mit ihrem Vater besucht hatte, zurück. Ich glaube, ich war damals tatsächlich ein bisschen neidisch. Auch hatte Sylvia mal wieder eine neue Lieblingsfreundin, Barbara Andersch, ein Mädchen in unserem Alter, das gerade die Ferien für eine Woche bei seiner Großmutter etwa einen Kilometer von uns entfernt verbrachte. Ich mochte Barbara, die, freundlich und immer gut gelaunt, einen völlig anderen Charakter als Sylvia oder die grässliche Yvonne hatte. Ihre Oma hieß übrigens Fraser mit Nachnamen, weil ihr verstorbener Mann eigentlich aus Schottland stammte und nach dem Militärdienst in Deutschland geblieben war.

Barbara war etwas kleiner als Sylvia, hatte aber eine schlanke, sportliche Figur, die sie fast ein bisschen knabenhaft wirken ließ. Das für mich bemerkenswerteste war jedoch eindeutig ihr kleiner, aber unglaublich runder Po, der den Hosenboden ihrer Jeans stramm ausfüllte. Abgesehen davon hatte sie dickes, glattes, dunkelblondes Haar, das sie in einer Art Pagenschnitt trug. Ihr rundes Gesicht mit der blassen Haut und den blassblauen Augen war übersät mit Sommersprossen und neigte dazu, ständig und überall in ein
breites, lausbubenhaftes Grinsen auszubrechen.


Eines Tages hatte meine Mutter einen Migräneanfall, weshalb ich Frau Linke fragen sollte, ob ich den Tag zusammen mit Sylvia verbringen und auch bei Linkes essen konnte. Frau Linke stimmte sofort zu, sagte aber, dass sie gar nicht wisse, wo Sylvia und Barbara sich im Moment eigentlich rumtrieben.

Aber ich war ganz zufrieden, in Ruhe an Frau Linkes Küchentisch sitzen und ein Kreuzworträtsel lösen zu dürfen, während Frau Linke mit dem Haushalt beschäftigt war und mir ab und zu ein paar spontane Lösungsvorschläge zurief. Wenn sie sich zum Mülleimer bückte, und ihr leichtes Sommerkleid sich so über ihrem kräftigen Hinterteil spannte, dass ich die Bündchen ihres Schlüpfers erkennen konnte, driftete meine Phantasie ab, und ich stellte sie mir wieder als kleines Mädchen vor, das heulend und plärrend den nackten Po mit dem Rohrstock ihres Vaters verdroschen kriegte. Eine merkwürdig erregende Vorstellung, die so gar nicht zu der strengen und bestimmten Frau passen wollte.



Nach vielleicht zwei Stunden klingelte das Telefon, wobei ich natürlich nur den Anteil von Frau Linke am Gespräch hören konnte. "Ach hallo Frau Fraser.... Ja, ich weiß, dass die beiden zusammen unterwegs sind... Wo?... Was?... Natürlich, das sehe ich ganz genauso... Ja, das handhabe ich auch so, sogar recht regelmäßig... Oh, das tut mir leid zu hören... Natürlich soll es wehtun... Doch, ich denke, das könnte ich... Sicher, aber vielleicht sollten Sie doch erst die Eltern fragen... Ach, haben Sie?... Ja, ich muss allerdings erwähnen, dass der Schneider-Junge... Ja genau Philip, dass Philip hier bei mir ist, weil seine Mutter Migräne hat... Nein, er war bei Sylvia auch schon ab und zu dabei... Sicher, das überlasse ich ganz Ihnen... Ja, behalten Sie Sylvia bei sich, bis Sie mit Barbaras Mutter gesprochen haben... Ja, vielen Dank auch für den Anruf. Auf Wiederhören Frau Fraser."


Fortsetzung in der anhängenden PDF - Bei Gefallen mehr!
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