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Von Hausmädchen,

Der Waldenburger Andre Lorenz (links) erklärt seinen Gästen Heiko und Heike aus Zwickau besondere Fesseltechniken. Fesseln als Kunstform beim Bondage-Workshop
Mit Seilen betätigt sich André Lorenz aus Waldenburg ebenso gern, wie mit der Kamera. Der 40-Jährige betreibt seit 2013 ein Fotostudio, doch fotografieren und Bildbearbeitung sind nur zwei seiner Leidenschaften.

Von Markus Pfeifer
Waldenburg. Ihren vollständigen Name wollen Heike und Heiko aus Zwickau dann lieber doch nicht in der Zeitung lesen, obwohl sie ihre Leidenschaft ja eigentlich alles andere als anrüchig finden. Beide sind Fans des Bondage, also des oftmals kunstvollen Fesselns. Bei André Lorenz, der in Waldenburg ein Fotostudio betreibt, aber auch Bondage-Workshops und einen Stammtisch anbietet, sind die beiden schon mehrfach zu Gast gewesen, um Tipps zu bekommen oder auch im besonderen Flair des Gewölbekellers, der zum Studio gehört, die eine oder andere fesselnde Erfahrung zu machen. Das hat für die beiden Zwickauer nicht zwangsläufig einen erotischen Aspekt und muss auch nichts mit Nacktheit zu tun haben. "Es wirkt entspannend und stärkt das Vertrauen zu meinem Partner", sagt die 40-Jährige. Dass Bondage durchaus den Bereich des Sadomasochismus tangiert, sei nicht gleichbedeutend damit, dass Schmerzen eine Rolle spielen müssen. Denn von denen hält das Paar nicht viel.

Viele mehr interessieren sie sich für neue Techniken des kunstvollen Anlegens und Verknotens der Seile. Mit der aus Japan stammenden Kunst, die sich aus verschiedenen Fesseltechniken für Gefangene hervorgegangen ist, hat sich André Lorenz intensiv beschäftigt. Ihm geht es nicht nur um das Fesseln, sondern beispielsweise auch um das Gestalten von aus Seilen geknoteten Kleidern. "Das ist eine Abwandlung des Bondage", sagt Lorenz, der aber auch viele Tipps parat hat, wenn es tatsächlich um die Bewegungseinschränkung als eigentlichen Sinn des Fesselns geht. Unter anderem geht es dann um die Seile und Knoten, aber auch Aspekte der Sicherheit. Denn es muss beispielsweise beachtet werden, an welchen Stellen des Körpers Seile gelegt und geknotet werden dürfen, ohne dass es gesundheitliche Risiken mit sich bringt. Deshalb wird auch über mögliche Erkrankungen gesprochen, die die Fesselleidenschaft unter Umständen einschränken. "Was kann ich machen, was nicht, das ist da schon eine wichtige Frage", weiß Lorenz und betont, dass es gerade beim Hänge-Bondage, aber auch bei den anderen Techniken einiges zu beachten gibt.

In seinem Studio arbeitet der 40-jährige seit 2013. Den Gewölbekeller hat er kontinuierlich auf Vordermann gebracht und ausgebaut, um ihn für Fotoshootings, aber auch Workshops sowie private Veranstaltungen zu nutzen. Wird beispielsweise eine lange Tafel gestellt, können hier rund knapp 30 Leute in ungewohnter Umgebung speisen. Der Bondage-Stammtisch bei Kerzenschein für Interessierte ab 18 Jahren findet jeweils am dritten Donnerstag im Monat ab 19 Uhr statt.
Voranmeldung ist erforderlich unter der Rufnummer 0175 2766636 oder per Mail.
info@fotokunst-lorenz.de. www.freiepresse.de
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