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Installation in Rot - Künstlerdarstellung
Mutter, Tochter, Schwiegermutter, Nachbar oder Arbeitgeber haben sich angesagt, und natürlich wollen alle die nagelneue Wohnung inspizieren. Höfliche Menschen verzichten natürlich darauf, das Schlafzimmer zu sehen, aber zum perfekten Gastgeber gehört natürlich auch, alles „vorzeigen“ zu können. Das kann peinlich werden, wenn sich das Schlafzimmer als Lust- und Lasterhöhle identifizieren lässt.


Singles und der Ort, an dem die Lust ausgelebt wird


Singles? Ach ja – bei ihnen sollte das Schlafzimmer eigentlich immer für den nächsten Lover vorbereitet sein – und da fragt sich natürlich: Wie stattet man es aus? Matratze auf dem Boden? Single-Bett, eigentlich zu schmal für den Lustgewinn? Schleiflack-Doppelbett? Einsvierzig-Bett mit überteuerter Matratze? Oder Lust-Imperium mit Rotlicht, Kuschelecken und diesen merkwürdigen Ringen, die mit kräftigen Dübeln fest in der Wand verankert werden?


Was findet man in deinem Schlafzimmer, Single?


Vor zwei Jahrzehnten gab es mal eine Webseite mit Partnersuch-Sparte, bei der eine wichtige Frage gestellt wurde: „Was finde ich in deinem Schlafzimmer vor?“ Einen Gecko, ein Frettchen, eine Katze? Ein Himmelbett, ein Wasserbett oder eine Matratze? Na, darum ging es nicht ausschließlich. Sondern auch, ob es eine Sammlung von „Toys“, Kondomen, Handfesseln, Gleitmitteln, Lustverstärkern, Seilen oder Peitschen gab. Da konnte der geneigte Single schon mal feststellen, ob die eigenen Gelüste mit der des/der Andere korrespondierten. Und die Vorsichtigen, aber dennoch Begierigen nutzten meist die Chance, einfach zu schreiben: „In meinem Schlafzimmer findest du mich.


Selbst Eigentümer? Wie wäre es mit einem Lustzimmer?


Nun aber mal Butter bei die Fisch: Wenn du der Eigentümer bist, dein Haus groß genug ist, und du über die Partykeller-Zeit hinaus bist: warum dann nicht „Schlafzimmer“ und Lustzimmer trennen? Heißt nicht, dass man im Schlafzimmer in Zukunft nicht mehr der Lust frönen darf oder im Lustzimmer niemals einschlafen darf. Sonder nur, dass ein Lustzimmer für die Lust eingerichtet wird und ein Schlafzimmer zum Schlafen.


Rosa, Lila, Rot und Schwarz


Die Lust kann rosa, rot oder schwarz sei, wenn wir mal von Liebhabern vom Weißräumen für Klinik-Erotik absehen wollen. Manche romantische Frauen richten sich ihre Lustzimmer (auch Schlafzimmer, ja doch) gerne als „Liebeslauben“ ein, damit ein bisschen Romantik aufkommt. Dann sind Rosa- und Lilatöne gar nicht so schlecht, und auch ein bisschen Kunstblumen- oder Beleuchtungskitsch darf sein. Ist das Lustzimmer im Keller oder auf dem Dachboden, nicht vergessen, ein Bad oder einen Waschraum vorzusehen – ist ja wirklich Mist, wenn du erst über zwei Stockwerke zum Pinkeln gehen musst. Ach – und ein flüstersanfter Kühlschrank hilft auch, den nächtlichen Nachschub an Blubberwasser mit und ohne Alkohol zu sichern.


Für heftige Lüste: Rot und Schwarz


Die wirklich heftigen Frauen, Paare und Männer bevorzugen ein rotes Interieur für die Lust. Rot und Schwarz sind von jeher die Farben der verbotenen Liebe und etwas „verboten“ soll es ja wirken. Wer die Wände Schwarz streicht oder einen Gewölbekeller umbaut, hat meist auch die schwarzen Gedanken, den Raum nicht ausschließlich (oder gar nicht) für die geschlechtlichen Lüste als solche zu nutzen. Er wird vielmehr eine Ausstattung mit sogenannten SM-Möbeln bevorzugen, die ja nicht gerade zum Ausruhen gedacht sind.


Ein Raum für nahezu jede Lust


Wenn ich euch etwas empfehlen darf, dann versucht es zunächst mit einem in rot gehaltenen Raum, der durchaus über ein Bett verfügen darf. Gedämpfte, vielleicht indirekte Beleuchtung, eine kleine Stereoanlage mit entsprechenden CDs oder Streaming-Diensten, einen Bildschirm, einer kleinen (oder großen) Sammlung von erotischen Filmen, einem Utensilien-Schrank und einem Kleiderschrank. Unbedingt auf mehrere Sitzgelegenheiten für die verschiedensten Anlässe achten, dazu eine längliche, schmale Liege. Spiegel, erotische Bilder und Darstellungen gehören auch dazu, und sehr empfehlenswert ist ein Paravent – möglichst historisch. Vor allem Damen lieben nach wie vor, sich dem Liebhaber gelegentlich optisch entziehen zu können.


Du kannst in solch ein Liebeszimmer von vornherein die Einrichtungen integrieren, die du für deine bevorzugen Spiele benötigst – vor allem massive Befestigungsmöglichkeiten an Wänden, Decken oder auch am Fußboden. Das solltest du auch tun, wenn du an sich eher „Blümchensex“ liebst – du könntest mal jemanden treffen, der es „härter“ mag.


Es soll nicht aussehen wie im Bordell


Der größte Fehler, den du begehen kannst, ist das Zimmer erotisch zu überladen – das gilt besonders, wenn du als Single ein Lust- oder Liebeszimmer ausstattest. Dein Schlaf- oder Liebeszimmer soll nicht aussehen wie ein Zimmer im Bordell – das gibt deinen Bekannten oder Liebhabern einen falschen Eindruck, auch von dir selber.


Gewöhnliche Schlafzimmer? Möglichst ohne Wandel-Möbel


Für „gewöhnliche“ Schlafzimmer gibt es zwar Spezialmöbel, deren Funktion nicht sofort erkennbar wird, sie können aber dennoch zufälligerweise enttarnt werden, und sie sind enorm teuer. Viel besser ist, unauffällige Möbel zu verwenden, udn nur die Dekoration zu ändern, bevor der Lover eintrifft.


Und du?


Was wirst du tun? Ich habe einen Tipp für dich: Bei Erotik-Versendern sind „SM-Möbel“ erheblich teurer als gewöhnliches Mobiliar aus dem Möbel- oder Antiquitätenhandel, die oft den gleichen Zweck erfüllen und die, ganz nebenbei, noch erheblich sinnlicher sind.

Quellen
  • melania -

    Das Bild was dort abgebildet ist, da muß ich an einen Modeladen denken mit Umkleidemöglichkeiten.