BDSM noch immer nicht salonfähig?

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    Es gibt 33 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Herr_Pano.

    • BDSM noch immer nicht salonfähig?

      BDSM noch immer nicht gesellschaftsfähig? Welche Erfahrungen macht Ihr im Umfeld? Auf welche Meinungen stosst Ihr in der Gesellschaft? Haltet Ihr Eure Neigung geheim? Wenn ja, warum? Wenn nein; auf welche Reaktionen trefft Ihr?

      Wenn ich sehe auf welchen Plattformen sich meine Vanilla-Freundinnen "rumtreiben" und was dort zur Normalität zählt, dann fühle ich mich mit meinem BDSM teilweise wie "ein Gänseblümchen im Sonnenschein" :saint: . Nach dem Motto "geiler ist noch nicht geil genug; treffen wir uns alle zur ultimativen Gang-Bang ( X/ ) - Fisting-Party" .. und wer nicht "versaut" genug ist der is raus .. und dem wird abgesprochen ein zufriedenes Sexualleben zu führen. lol
      Mir will nicht in den Kopf dass dagegen ein Treffen in Form eines Spankinginternats exotischer sein soll. Auf welche Meinungen und vielleicht auch Vorurteile trefft ihr so. Gibt es wirklich noch Gründe die dagegen sprechen nicht zu seiner Neigung zu stehn? Wenn ja; welche?
      Die Absicht, niemals zu täuschen, bringt uns in Gefahr, oft getäuscht zu werden.
    • Mein ganzes Leben lang hab ich diese Veranlagung geheim gehalten, und das tue ich auch jetzt noch. Anfangs weil ich nicht wusste, dass es so viele Gleichgesinnte gibt, da versuchte ich, nicht daran zu denken und hoffte, dass später einmal, wenn ich "reifer" bin, alles von selbst aufhört. Sämtliche sexuellen Besonderheiten werden zwar von der Gesellschaft nicht mehr geächtet, aber doch etwas argwöhnisch beobachtet. Wenn ich mir vorstellte, in der Firma meine Arbeitskollegen und -Kolleginnen wüssten davon, dieser Gedanke war unerträglich. Vielleicht hätte man sogar berufliche Nachteile. Vielleicht auch nicht. Vielleicht stößt man auf Mitleid. Es ist jedenfalls besser, man behält alles für sich und outet sich nur Gleichgesinnten. Und die gibt es ja genug.
    • Ich denke beruflich könnte es einem in gewissen Bereichen schon Nachteile bringen, offen zu seiner Neigung zu stehen. Ich denke wenn zum Beispiel jemand Ageplay oder ähnliches mag und beruflich mit Kindern zu tun hat, könnten Außenstehende unter Umständen falsche Schlüsse ziehen.
      Also ich sehe das ähnlich sommerwind und halte mich bezüglich meiner Neigung gegenüber Außenstehenden bedeckt.
    • Was Ageplay betrifft: Es gibt tatsächlich "dumme" Menschen da draussen. Das stimmt. Gut; egal ob nun BDSM oder augenscheinlich Vanilla; wer geht schon mit seiner Neigung oder Sexualität hausieren. Auch wenn man nun keinen besonderen Aufwand betreibt um sich damit zu verstecken; ist und bleibt es für mich ein privater Bereich über den man sich halt im Freundeskreis mal austauscht. Klar; wenn man mit Freunden öfters zusammen ist wird auch mal über Intimes gesprochen .... und irgendwann kommen dann Fragen wenn man sich bei diesen Themen dauerhaft etwas bedeckt hält. :) In solchen Fällen habe ich es bisher nur einmal erlebt, dass es der Freundschaft daueraft geschadet hat . Ansonsten waren die Reaktionen eher als interessiert und neugierig einzustufen.

      Durch gewisse Umstände ( :saint: :whistling: ) ist ja auch widerwillens meine Familie mit dem Wissen über meine Neigung konfrontiert worden. crazy Die Reaktionen hier waren sehr kontrovers. Auf lange Sicht aber dennoch eine Erleichterung für alle Seiten. pleasantry
      Die Absicht, niemals zu täuschen, bringt uns in Gefahr, oft getäuscht zu werden.
    • Die Gefahr wenn man sich jemandem anvertraut besteht hauptsächlich darin, dass der oder diejenigen nicht dicht halten. Jeder erzählt es seiner vertrauenswürdigen Person weiter unter dem Siegel der Verschwiegenheit. Dadurch kann sich so eine interessante Neuigkeit verbreiten wie ein Lauffeuer.
    • BDSM – ich nenne es lieber Spanking – wird nie salonfähig sein. Dafür sind Spanker eine Minderheit, wobei die Dunkelziffer bestimmt sehr hoch ist. Diese Neigung kann kaum jemand wirklich begreifen als nur der, der sie selber hat. Entweder man hat es oder man hat es nicht. Ein Zwischending gibt es da nicht. Wer es nicht hat, ist auch nicht in der Lage die Gefühlsregungen des Spanking zu verstehen, geschweige denn nachzuempfinden. Das kann noch nicht einmal ein Psychoanalytiker – es sei denn er hat selbst die Neigung. Und dann könnte er sie noch nicht einmal therapieren.
    • @observer Spanking muss nicht mit Bondage verbunden sein. BDSM ist ein Dachbegriff, den du nicht pauschal als Spanking bezeichnen kannst, wen gleich auch unter Bondage Schläge und andere körperliche Torturen angewendet werden. Spanking gehört also durchaus zu BDSM, ist aber andererseits auch ein egenständiges Gebiet.
    • Das Problem beim Outen ist generell die vermeintliche Toleranz, welche sich oft als Scheintoleranz erweist. Diejenigen, die sich -aus welchen Gründen auch immer- in Toleranz erproben möchten, bewegen sich allzu oft auf zu dünnem Eis und brechen ein. Sie sind, bzw. wären leider meistens überfordert. Fazit: Outing ist nur etwas für Aktionisten und zumindest ansatzweise exhibitinonistisch veranlagte Idealisten.
    • für mich ist es eine Angelegenheit die nur mich
      und meinen Partner betrifft,ich sehe also keine
      Notwendigkeit damit hausieren zu gehen.Es gibt
      auch so viele Varianten unseres Spiels,und für mich,
      ( wenn ich auch ziemlich alleine damit dastehe ) ist
      reines Hintern versohlen,( genau das was ich mag )
      auch nicht dem BDSM zuzuordnen.Aber wie bei so
      vielem im Leben,sieht jerder das gleiche etwas anders.