Spankingpartner verlieben sich ineinander

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    Es gibt 21 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von LustSpanker.

    • Spankingpartner verlieben sich ineinander

      Vom Popo mitten ins Herz? Was nun? Da gibt es

      -die einen die vielleicht Ihren Lebenspartner so gefunden haben.
      -die anderen, die das Blitzgewitter in eine tiefe Freundschaft umwandeln können.
      -jene bei den der Amorpfeil einseitig, also unerwidert trifft.
      -wieder andere bei denen private Strukturen (Beruf, Familie, Wohnort, feste Lebenbeziehung) das ganze schon zum Scheitern verurteilen
      -Menschen die mit solchen Gefühlen (meist ihren eigenen) nicht umgehen können.
      -Leute die damit völlig auf die Schnauze gefallen sind.
      - ... und sicher noch vieles mehr ....


      Wie steht s denn bei Euch so mit dem Spanking und der Liebe? Sowas oder Ähnliches schon mal erlebt? Oder anders gefragt: welche Gefühle entwickelt Ihr denn in einer reinen Spankingbeziehung Eurem Partner gegenüber?
      Die Absicht, niemals zu täuschen, bringt uns in Gefahr, oft getäuscht zu werden.
    • Mal wieder nur der „Gefühlsexhibitionist“, der sich zu einer Aussage genötigt fühlt, wobei ich denke, dass sich viele von diesem interessanten Beitrag angesprochen fühlen dürften?

      Ich gehöre zu denen, die ihren Lebenspartner neigungsbezogen nicht gefunden haben, nicht nur, aber wohl auch, weil damals die Möglichkeiten zum Suchen und Finden mangels Internet (vgl. mein Blogbeitrag „Reise in die Vergangenheit“) nicht so vorhanden waren wie heute.
      Aber ich habe eine Partnerin gefunden, der ich (es war nicht einfach) im Laufe der Jahre erklären konnte, dass es etwas in mir, meinem Leben gibt, was sie mir nicht erfüllen und geben kann, weil sie es nicht versteht, sie mir aber zugesteht es an anderer Stelle zu bekommen, ohne Angst haben zu müssen, mich zu verlieren, mir ausreichende Freiheiten dafür gibt, weil sie merkt dass es mir guttut.

      In meiner „Karriere“ hatte ich drei neigungsspezifische „Beziehungen“.

      Eine rein spankinglastige zu einer Frau, die mich emotional nicht berühren konnte, es ging vordergründig um den versohlten Po mit den Benefits, nach denen sich der Körper dann sehnt, das Ende nach zwei Jahren, meinem beruflichen Umzug geschuldet ist mir nicht schwer gefallen.

      Die nächste war eine D/s- Beziehung zu einer tollen Frau, bei der uns Amor die kindliche Utopie der anfänglich geplanten Spielbeziehung schnell zunichte gemacht hatte. Aus sehr persönlichen Gründen haben wir uns nach drei Jahren aufgelöst und sind uns nach Trennungsschmerz gute Freunde geworden, und uns heute noch dankbar für das, was wir uns in den gemeinsamen Jahren, die wir nicht missen möchten, geben konnten.
      Heute sind wir sogar zu viert, mit unseren Partnern unterwegs.

      Liebe braucht kein BDSM, aber BDSM braucht Liebe - ein wahrer Satz, der aber über die Definition der Liebe nachdenken lassen sollte.

      Es gibt jene bedingungslose Liebe, zu dem Menschen, für den man alles geben würde, die Mutter oder der Vater seiner Kinder, Teilhaber gemeinsamer Erinnerungen, zu der Person, die man ohne Zögern im Alter im Rollstuhl schieben möchte, die man bei Inkontinenz ohne Ekel trockenlegen würde, oder der man bei Demenz alles verzeihen würde, und es gibt jene Liebe, zu Menschen, die sich eher aus einem Konglomerat aus Achtsamkeit, Wertschätzung, Respekt und Seelenverwandtschaft zusammensetzt, ja auch aus gegenseitigem Verlangen und schier unstillbarer körperlicher Gier, gemeinsamen oder ergänzenden Neigungen, die Liebe die aus dem Glimmen, aus der Glut im Innern ein loderndes Feuer entfacht, uns das Leben spüren lässt.

      Wer sagt dass es nur eine davon geben darf ? Das Herz ist so klein, wenn einer darin Platz hat, warum darf es kein/e zweite/r sein?

      Meine dritte „Beziehung“ hat mich dazu veranlasst den Begriff der Sapiosexualität ins Lexikon zu setzen. Ein Blinddate... ohne sich gesehen oder gehört zu haben, nur der Verkehr per Mail hat sie veranlasst sich sechs Stunden in den Zug zu setzen, um zu mir zu kommen, zweimal, und ich einmal zu ihr. Wir verstehen uns noch immer gut, tauschen uns gern und regelmäßig aus, aber unsere Neigungen passen nicht zusammen, da ihr Masochismus meine Grenzen, ja mehr, meine Tabus übersteigt.

      Meine vierte „Beziehung“... gern will ich mich ihr stellen, wenn sie beginnt, sie leben und erleben, ihre Freuden und Höhenflüge erleben und genießen auch mich der Gefahr aussetzen ihre Schmerzen zu erleiden, die kommen können, aber nicht müssen, um der Faszination, der Verlockung des Augenblicks, des Momentes zu erliegen.
      Wäre es nicht blöd, die Sonne heute nicht zu genießen, mich im Schatten aufzuhalten, nur aus Angst, dass es morgen regnen könnte?

      Wenn ich auf einen Hintern schlage, will ich einen Menschen berühren.

    • Na gut, dann erzähle ich mal ein bisschen.
      Das Wissen um meine Neigung/Veranlagung kam bei mir erst recht spät. Auslöser ist ein Comic-Band von Crepax gewesen, den habe ich damals in einer alternativen Buchhandlung beim Stöbern entdeckt hatte; und schlagartig wusste ich, DAS ist es !! Genau das ist der echte Kick. Aber was fange ich damit an?? Meine Erziehung war gegen das Demütigen von Frauen, sie waren auf einer Augenhöhe mit mir und dass es Frauen gibt, die es wollen, das war mir damals noch nicht klar.
      Also fühlte ich erst mal etwas neben der Spur mit diesem Verlangen, auch beschämt, dass es mich erregt, solche Fantasien zu haben. Über lange Zeit hinweg fehlte der Mut, es anzusprechen. Meine erste Frau war auch nach einem Gespräch nicht zu gewinnen, sie meinte, dass, wer sich liebe, sich nicht schlägt! Basta. Als dann Ende der 80-er das www Einzug hielt in die Wohnstube, dann eröffnete sich eine neue Welt für mich und das Begehren wuchs wieder....
      Aber es blieb erst mal rein betrachtend, die Vielzahl der Bilder war für beeindruckend, später kamen dann noch die Videos dazu. Und noch später, Anfang des neuen Jahrtausends dann, habe ich ein Forum entdeckt, in dem sich Menschen trafen, die das Gleiche wollten, sich austauschen über ihre Wünsche und Bedürfnisse, ihre Neigung und ihr Verlangen abseits des erotischen mainstreams.
      Und eben dort habe ich auch meine heutige Frau kennen gelernt, erst via PN's, dann über e-mails und dann in einem ersten realen Treffen. Schon damals fühlte ich, dass meine bisherige Ehe wohl in diesem Moment gescheitert war, trotz der langen Zeit, die wir zusammen gewesen sind!
      Und es begann eine Phase des Glückes, des Gefühles, angekommen zu sein!
      Spanking bedeutet für mich nicht das brutale, tumbe Eindreschen auf eine Hintern, sondern das Geniessen des Vertrauens, das Auskosten der sexuellen Hingabe verbunden mit dem tiefen Gefühl der Zuneigung.
      Natürlich auch den prickelnden Reiz zu geniessen, der sich ergibt durch eine erregende Pose, durch das Machtgefälle, durch die Möglichkeit, eine Frau an ihre erotischen Grenzen zu führen und gleichzeitig zu schützen.
      Ja, SM braucht Empathie, Verständnis, Sanftheit ebenso wie Klugheit. Und wenn es mehr ist als eine reine Spielbeziehung, dann ist die Steigerung davon in summa vielleicht Liebe.
      Carpe diem, vita brevis est!
    • Ich bin totaler Neueinsteiger. Ich wusste schon immer, seit meiner 1. Ehe, dass der sogenannte 08/15 Sex, immer und immer wieder, nicht wirklich meins ist. Ich träumte immer von einer etwas härteren Variante. Über doch sehr viele Jahre und nach drei festen Beziehungen, musste ich immer wieder feststellen, dass keiner dafür ein offenes Ohr hatte, obwohl ich nie ein Problem hatte, dies offen anzusprechen. Von Spanking hatte ich aber noch nie was gehört. Erst ab dem September 2019.
      Da trat ER in mein Leben. Gegenseitige Sympathie war von Anfang an da. SEINE sehr respektvolle und einfühlsame Art, machten IHN für mich von Anfang an seeehr sympathisch. Die Möglichkeiten, uns zu Zweit, zu unterhalten, waren sehr selten. ER hat ganz vorsichtig angefangen, mir von für ihn sehr positiven Erlebnissen in der Kindheit, zu erzählen, die wie ich heute weiß, Auslöser seines Fetisch und seiner Neigung zu Spanking waren. Seine Erlebnisse klangen für mich zu Beginn etwas schräg, da ich sowas noch nicht gehört hatte und ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht wusste, wohin ihn diese Erlebnisse geführt haben. Die Zeit kam immer näher, dass sich unsere Wege trennen würden. Ich hab mich getraut, IHN nach seiner Handynummer zu fragen. Ich hatte doch noch so viele Fragen. Wir fingen an uns zu schreiben, stundenlang. Er meinte zu Beginn, es mache ihn an, einen kräftigen Klaps auf den Po zu bekommen. Meine Antwort, ok jedem wie es ihm gefällt. Dann rückte er mit mehr Details raus, es gefalle ihm auch, den Po voll zu bekommen. Meine Antwort, ok so schlimm, mit einem zwinkernden Smiley. Wir schrieben sehr offen, ohne Scham, oder IHN zu belächeln, was er fühlt. Ich erfuhr, in Verbindung mit Bildern und Videos, was Spanking ist und noch dazu mit SEINEM Fetisch für Röcke und Strümpfe. Ich merkte ziemlich schnell, was für Gefühle, diese Kombination bei mir auslöste. Ich wollte es erleben und zwar mit einem Menschen, wo die Chemie auf alle Fälle stimmte. Bei unserem allerersten Treffen, im privaten Rahmen, machte ich meine erste Erfahrung mit Spanking. ER legte mich zuerst übers Knie. Ich machte mir die Zeit davor, immer wieder die Gedanken, ob ich die Gefühle die ich beim Schreiben über dieses Thema hatte, auch habe, wenn ich übers Knie gelegt werde. Aber was soll ich euch sagen, sowas hatte ich noch nie gefühlt. Die Gefühle für ihn, machten es mir wesentlich leichter, mich fallen zu lassen. Wir waren uns von Anfang an einig , dass alles mit Respekt, einer Prise Humor und Liebe geschehen muss. Auch die Würde des Gegenübers darf nicht verletzt werden. Mit diesem Hintergrund war es für mich immer spannender in diese Welt, mit all ihren Möglichkeiten, einzutauchen. Meine Erfahrung, IHM das erste Mal den Po zu versohlen, waren überschattet von der Angst, etwas falsch zu machen, bei IHM, der weiß Gott mehr Erfahrungen und Vorstellungen hatte. Aber ER hat es nachher, als eine seiner innigsten Züchtigungen seines Lebens beschrieben. Es hat mir gefallen und es hat Gefühle in mir ausgelöst, wo ich bis dahin gar nicht gewusst habe, dass ich zu sowas fähig bin. Sich intensiver aufeinander einzulassen, war nicht einfach. Wir hatten beide ein mächtiges Päckchen zu tragen. Meine 2. Ehe war kurze Zeit zuvor gescheitert. Wir kennen uns jetzt über 4 Monate. Ich hab in IHM meinen Meister gefunden. Unsere Gefühle füreinander haben sich immens gewandelt. Aus anfänglichen Ängsten, wurde Vertrauen, das Gefühl der Geborgenheit, ein Gefühl sich gut zu tun, auch wissend, der andere wird geschätzt, so wie er ist...... Und der Pfeffer unserer Zweisamkeit, unsere Neigung, ja, auch meine Neigung. Was will oder braucht Frau oder Mann mehr.
      Können Spankingpartner sich ineinander verlieben? Ich glaube, ja...........
    • Ich finde es schön, so wie Senta, wenn man es privat lebt, und den passenden Partner/in dazu findet, ich muss aber aufgrund meiner Erfahrung im Bezug auf SM leider sagen, habe bis jetzt noch keine private SMerin kennengelernt, die nur dies praktizieren würde bezw. deren Hauptfetisch aus Po versohlen besteht, die meisten SMerinen wollen ganz andere Sachen erleben, von gewöhnlichen Frauen ganz zu schweigen, da erlebt man(n) meist gleich Funkstille, wenn man(n) dies nur ganz behutsam nach einem längeren Kennenlernen anspricht. Warum dies so ist ? Darüber bin ich auch immer am überlegen ? Scheinbar stehen nicht so viele Frauen da drauf ? die weiblichen Mitglieder hier sind da halt eine Ausnahme.

      Das muss ich ganz ehrlich sagen: ist mit ein Grund, warum ich z.B. ins Dominastudio bezw. zu einer Domina gehe, denn dort bekommt man(n) noch den Hintern voll, auch wenn das die jüngeren Damen, auch nicht mehr so gut drauf haben, weil sie solche Gäste nicht mehr so gewohnt sind. ABER weil es ja ums Thema Gefühle in diesem Zusammenhang geht, muss ich auch dazu sagen, das Po versohlen ist für mich nicht alles bei SM, sondern nur ein Teil davon, wichtiger sind mir wirklich die Gefühle und auch die Sympathie zueinander, und das auch immer etwas Liebe und Zuneigung rüberkommt. Viele meinen fälschlicherweise, dies bekommt man(n) in einem Dominastudio von einer gewerblichen Domina nicht. ich muss aber aufgrund meiner Erfahrung sagen, mit einer gewerblichen Domina bei der die gegenseitige Sympathie passt, wo die Chemie stimmt, und wo man dann auch häufiger hingeht, entsteht mit der Zeit, weil man sich gut kennenlernt, eine Beziehung die zwar auf bezahlter Dienstleistung beruht, aber denoch dann trotzdem viel Liebe gibt, und menschliche Gefühle und Zuneigung zulässt. Denn auch eine gewerbliche Domina ist eine Frau, die einen wenn sie einen mag, und man(n) ihr sympathisch ist, dann schon sehr viel Gefühl gibt. Und das bekommt man(n) nicht von jeder Domina. Kann man auch kann nicht bekommen, denn jede Frau ist einzigartig und gibt einem so viel Liebe wie sie persönlich bereit ist zu geben, da spielen die Hintergründe oder die Art des Treffens, eine untergeordnete Rolle.

      Lange Rede, kurzer Sinn: bei SM, bezw. beim Hintern versohlen, sollten immer auch Gefühle mit im Spiel sein. Und für mich persönlich ist das nur ein Teil vom ganzen, denn sich nur ohne Sinn und Zweck verprügeln zu lassen, ist mir zu stupide, der Reiz an der ganze Sache ist für mich der, das man(n) von einer Dame die man mag, und da spielt es meiner Meinung nach keine Rolle, ob das gewerblich oder privat stattfindet, erzogen zu werden, und das mit viel Liebe und Strenge. Ein willkürliches Hintern versohlen liegt mir nicht, ich sehe es trotz allem immer noch als reine Bestrafung, mit der man(n) eben rechnen muss, wenn man es der Dame nicht recht macht.

      Und was bedeutet schon verlieben ? muss es immer am Trau-Altar enden ? Ich meine es gibt mehrere Arten von Liebe, es können sich auch zwei Menschen Liebe geben, die denoch keine feste Beziehung zueinander haben, Liebe ist ein Gefühl, das doch unterschiedliche Facetten hat.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Frecher Sklave ()

    • Ein sehr schönes Thema. für das ich sehr dankbar bin! Selbstverständlich werde ich auch noch eigene Erlebnisse hier posten.

      Was ist aber, wenn es umgekehrt passiert..? Wenn sich zwei annähern, bei denen es gefühlsmäßig passt, und die beide die gleiche Neigung haben...? Erst Liebe, dann Spanking..? Ich erlebe das gerade selbst...
      "Ich möchte keinem Club angehören, der Menschen wie mich als Mitglied aufnimmt." (Woody Allen oder Groucho Marx)

      "Sie beide sehen sehr glücklich aus. Wie kommt das, was ist Ihr Rezept..? (Frage von Woody Allen an ein junges Anfang-Dreißiger-Paar, das ihm zufällig auf der Straße begegnet.) Sie antwortet: "Nun, ich bin einfältig und oberflächlich, und habe an nichts auch nur das geringste Interesse." Und Er meint: "Ich bin das genaue Ebenbild..." Allen: "Tja..."