Back To The Roots - WIE ALLES BEGANN

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    Es gibt 10 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von oldtapir.

    • Back To The Roots - WIE ALLES BEGANN



      Jeder von uns steht woaders. Bdsm wird gelebt, ausgelebt, durchlebt. Real und/oder in der grenzenlosen Welt der Phantasie. Wir suchen oder verpacken selbst bewusst Input, Erfahrungen, Texte, Bilder, Situationen im Alltag und vieles mehr. Könnt Ihr Euch noch daran erinnern wann und wie alles seinen Anfang nahm? Wann hattet Ihr das erste mal "dieses Gefühl"? Was hat es mit Euch gemacht? Gab oder gibt es noch immer Zweifel? Wie ging es Euch am Anfang so - und wie geht es auch heute? :)
      Die Absicht, niemals zu täuschen, bringt uns in Gefahr, oft getäuscht zu werden.
    • ich versuch mich kurz zu fassen – denn es war für mich eine ganz schöne Wegstrecke.
      Etwa mit 6 Jahren begannen die Phantasien den Hintern von meinem Vater mit einer, wie es meine zwei und ein Jahr(e) älteren Geschwister bekamen, frisch geschnittenen Haselnussgerte aus dem Garten den nackten Hintern versohlt zu bekommen. - Naturruten spielen in meiner Phantasie eine grosse Rolle.
      Irgendwie kam ich immer vorher was meine Schwester immer wieder zu Protesten bewog. Ich schätze ich war so ungefähr 12 Jahre alt, von da an bekam ich immer wieder wie Wellen längere Zeiten in denen diese Phantasie eine immer größere Rolle spielte. In einer dieser Phasen habe ich es provoziert. Mein Taschengeld reichte nicht für eine Indianerfigur die ich unbedingt haben wollte. So entschloss ich mich, halb in wohliger Phantasie, halb in Ängsten, meiner Mutter das fehlende Geld dafür von ihrem Haushaltsgeld abzuzweigen. So machte ich mich mit flauem Gefühl auf ins Dorf und kaufte die besagte Figur. Die schon erwähnte Schwester hat mich dabei beobachtet, wusste nur zu gut das mein Geld dafür nicht ausreichen konnte und meldete den Vorfall meiner Mutter. Die Geldsumme passte natürlich nicht mehr, so nahm sie die Gerte vom Küchenschrank, ging mit mir ins Kinderzimmer und holte ein paar mal halbherzig aus. Meine Knickerbocker hielt alles ab.
      Dafür kam die Ankündigung heute Abend vom Vater dann eine richtige Wucht zu kriegen. So quälten sich die Stunden dahin. Mein Vater kam später, wir Kinder lagen schon im Bett, die angstvolle und zugleich aufregende Erwartung stieg ins Unermessliche. Gleich würde mein Vater ins Zimmer kommen, meinen Bruder hinausschicken, ich hätte aus dem Bett gemusst, vor den Tisch stellen, die Schlafanzughose wäre zu Boden gesunken, über den Tisch gebückt und dann endlich…
      Stattdessen betrat meine Mutter das Kinderzimmer, setzte sich auf die Bettkante und sagte erleichtert: „ich habe Vati alles erzählt – er weiß auch das du deine „Wucht“ schon weg hast“. Eine unglaubliche Enttäuschung und zugleich Erleichterung machten sich in mir breit. Mehr Frust als Erleichterung darüber mal wieder davon gekommen zu sein.
      Diese Wellen habe ich noch viele Jahre so verspürt. Ohne mich auf etwas anderes zu konzentrieren hat es mich förmlich eingeschnürt. Oft dachte ich pervers zu sein. Einen Gesprächspartner fand ich nicht. Ich hätte diese verdammte Neigung am liebsten an irgend einer Garderobe für immer abgegeben. Erst als mein Fuß erstmals über die Schwelle eines Sex-Shops trat entdeckte ich das ich damit nicht allein bin und fand ein unglaublich reichhaltiges Sortiment an Bildern und Lektüre.
      Wirklich klar sehe ich erst ungefähr fünf Jahre. Einige Versuche mit SpielepartnerIn habe ich hinter mir. Irgendwie nicht wirklich befriedigend. Die beste Zeit dies in einer Partnerschaft er-leben zu können ist natürlich vorbei. Mal sehen was noch so kommt...
    • Etwas verspätet: Vielen vielen Dank für Deine Offenheit. Das trau ich mich im Namen aller hier auszusprechen.

      Meine Sehnsucht nahm ebenfalls schon im Kindesalter seinen Lauf. Ich widerhole mich ungern; habe schon anderenorts öfters darüber geschrieben dass MEINE Barby und MEIN Ken -nun ja- sagen wir mal ein "etwas anderes" Familienleben pflegten. :saint: . Und das (ich will meinen es war im Vorschulalter) ich um ein Haar meine ganze Familie in Verruf gebracht hätte, als ich meiner Freundin "mein Geheimnis" nicht nur erzählen, sondern zeigen wollte.

      Ich kann mich noch an eine Hörspielkasette erinnern. Tom Saywer. Einen entsprechenden Ausschnitt in dem es den Hosenboden voll gab hatte ich mir in Endlosschleife auf eine Leerkassette aufgenommen. :D

      Als ich älter wurde wuchs mein Gerechtigkeitssinn, alles gegen Gewalt, gegen jede Art von Unterdrückung. Im Zwispalt dagegen stand dieser immer widerkehrende Drang .... na ihr wisst schon .. ;) ... Zu dieser Zeit habe ich es Last empfunden; es schlug immer wieder wellenartig zu. .. habe gesammelt, gehordet .. und wenn die Welle am Abklingen war alles angewidert in die Tonne gekippt. Ich konnte mir nicht nur nicht vorstellen dass ich Spanking je wirklich erlebe; sondern ich wollte es mir auch nicht vorstellen. .... allerhöchstens; und das war mein einziger Trost; irgendwann mal ganz weit weg von zu Hause anonym und gegen Bezahlung.

      Etwa mit 19 hatte ich mich mal in einem mir passend erscheinenden Moment anvertraut .. das wäre aber nochmal eine Geschichte für sich; kurz: es ging in die Hose.

      Etwa mit 23 hatte mich ein Bekannter gefragt ob ich ihm einen Gefallen tun würde; ein Freund von ihm stellt diverse Möbel her und er sucht die Masse von reht kleinen Frauen und von recht grossen. ... Also bin ich da hin .. dreimal dürft ihr raten um welche Art von Möbeln es sich gehandelt hat . ;) Ab hier geht meine Geschichte nicht so schön weiter ... Jahre voller Grenzüberschreitungen, Manipulation, usw ... Das Internet in meinen Augen und auch von diesem Herrn als "Teufelszeugs" deklariert ... und komischer Weise war es dann aber genau dieser Herr der mich nach etwa 12 Jahren bei den Spankingfreunden angemeldet hat . :)
      Die Absicht, niemals zu täuschen, bringt uns in Gefahr, oft getäuscht zu werden.
    • Wie bei mir alles begann?

      Ich war wohl um die 10 oder 11 Jahre alt, als ich in Großvaters Werkstätte eine alte Hundepeitsche fand: Dunkel verfärbtes Leder, offenbar viel gebraucht, teilweise mit bereits gerissenen Nähten.
      "Original Hundspeitsche," meinte mein Großvater lächelnd, "ein Überbleibsel aus der Zeit, als wir unseren Hund hatten, der nun schon lange verstorben ist. War ein sehr kluges Tier!"
      Mehr erfuhr ich nicht, auch nicht, warum die Peitsche noch immer im Hause war.
      Einige Zeit später verschwand sie und tauchte nie wieder auf, obwohl ich nach einer Weile die Werkstätte sogar danach durchsuchte. Ich habe auch nichts mehr darüber gehört.

      Ich begann in dieser Zeit Karl May zu lesen, und seine Geschichten von Auspeitschungen und der Bastonnade erregten mich sehr und immer wieder. Mittlerweile hatte ich mein eigenes Zimmer und unterhielt mich regelmäßig mit mir selbst im morgendlichen Bett.
      Ich war wohl etwa 14, als ich mit dem Bus eine entlegene Tierhandlung aufsuchte und mir dort Leinen und Hundepeitschen betrachtete. Mir wurden neben den normalen Leinen zwei Arten an Peitschen angeboten: Eine "nur" Hundepeitsche und eine Peitsche, die durch eine Griffschlaufe und einen Karabiner auch als Leine verwendbar war. Ich wählte, um Fragen zu vermeiden, die Leinenform und erwarb das gute Stück problemlos und ohne weitere Erklärung. Die Handschlaufe schnitt ich nach den ersten Versuchen ab - sie verhinderte den harten Aufschlag, wie ich befand. Im Zimmer hängte ich das Instrument mit dem Karabiner an einen kleinen Nagel hinter dem Kasten, sodass sie von vorne nicht zu sehen und überhaupt nur schwer zu entdecken war.

      Meine Experimente zeigten bald, dass ich mit der neuen, steifen Peitsche - trotz mehrfacher Behandlung mit Fett - meinen Hintern nicht gut erreichen konnte: Um seitlich zu treffen war sie zu steif, und für Schläge von oben nach unten waren meine Arme nicht lang genug. So versuchte ich es auf den Fußsohlen, war jedoch mächtig enttäuscht: Trotz der heftigsten Schmerzen waren kaum Spuren zu sehen und keine länger andauernden Wirkungen zu erzielen - was damals Kriterien waren, auf die ich nicht verzichten wollte. So wurden es dann meist Hiebe auf die Innenseite der Oberschenkel, und die mit durchaus sehr gutem Effekt.

      Es folgten Spiele auf Schulausflügen, wo wir uns gegenseitig mit einer kräftigen, knotigen Schnur auf die Schenkel schlugen, was selbst durch die Hose heftigen Schmerz erzeugte, mit einem Freund, den ich dazu brachte, zur Strafe 100 Kniebeugen zu machen, und mit entfernt verwandten Mädels, was dann irgendwann dazu führte, dass ich eines von ihnen nur sehr schwer davon abhalten konnte, mich bei ihren Eltern zu verpetzen.

      Mittlerweile habe ich Erfahrung mit vielerlei Geräten gesammelt - doch die damals als erstes Instrument gekaufte Hundepeitsche begleitet mich immer noch, wird regelmäßig liebevoll eingefettet - und gelegentlich auch in Bewegung gesetzt...

    • Experimente in der Kindheit hätten auch für mich beinahe verheerende Folgen gehabt . Dabei war ich der Meinung dass ich sowas wie einen besonderen Schatz entdeckt hätte . :Hausmädchen:

      Schon spannend wie manches erlebt wird. Heute ist es viel leichter via Internet die eigenen Gefühle zu ordnen. Oder?
      Die Absicht, niemals zu täuschen, bringt uns in Gefahr, oft getäuscht zu werden.
    • Christian schrieb:

      Eine "nur" Hundepeitsche, die durch eine Griffschlaufe und einen Karabiner auch als Leine verwendbar war. Ich wählte, um Fragen zu vermeiden, die Leinenform und erwarb das gute Stück problemlos und ohne weitere Erklärung. Die Handschlaufe schnitt ich nach den ersten Versuchen ab - sie verhinderte den harten Aufschlag, wie ich befand.
      Ich habe und benutze auch so ein Teil. Irgendjemand in einem Forum, der sich mit Hunden auskennt, hat dazu mal kommentiert, dass es sich bei diesem Teil um einen sog. "Kurzführer" handelt.

      @Christian, die Handschlaufe abzuschneiden war m.E. ein Fehler, denn gerade dieses dünnere und elastische Teilstück kann sich hervorragend anatomischen Formen anpassen und zieht und klatscht wunderbar. Ist so auch sehr gut zum do it yourself on yourself geeignet. Ich halte dieses Teil nur am steifen Ende und schlage mit der Schlaufe.

      Ein mir befreundeter Engländer (vermutlich kein Hundehalter) hat das Ding einfach als "narrow strap" bezeichnet :) .
    • Ja, habe das dann selbst auch als Fehler empfunden und deshalb aus einem Lederiemen einen neuen "Klatscher" montiert, der recht gut funktionierte. Bin später aber wieder davon abgekommen. Der Aufschlag des verdickten Endes (da ist ja ein Teil der ursprünglichen Schlaufe eingearbeitet) bereitet mir mehr Vergnügen... :D
      Und "Straps" habe ich ja ohnedies - breite und schmale... :huh: