Ampelsystem, Codeworter, Signale

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    Es gibt 10 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Dom915.

    • Ampelsystem, Codeworter, Signale

      behind dreams - back to reality

      @Christian hatte hier eine Smilie-Kategorie "Lust auf Spielen" angelegt. Ich war interessiert verwundert. @Neugierige schildert dass ihr als Passive die Kontrolle sehr wichtig sei.

      ICH habe da meine eigenen guten und bösen Geister im Kopf. Vor allem
      passiv; aber auch aktiv .. individuelle Erfahrungen die ich nicht als Erfahrungswert vorweg in diesem Thema federführend anbringen will/kann/darf.

      Viel mehr bin ich gespannt über das Für und das Wider. ..

      gebraucht Ihr Safe-Wörter aus gutem Grund?
      gebraucht Ihr keine Safe-Wörter aus gutem Grund?
      .
      Die Absicht, niemals zu täuschen, bringt uns in Gefahr, oft getäuscht zu werden.
    • Hallo,
      die besten Erfahrungen habe ich gemacht ohne Saftword.

      Generell denke ich muss man zwei Bereiche unterscheiden: ist Spanking eine Komponente im (Liebes)spiel, dient also irgendwo der Luststeigerung oder geht es um Spanking als Strafe im Rollenspiel.
      Im Ersten Fall kann man sich entweder austauschen und in gewisser Weise "zusammenarbeiten", um die richtig Intensität und Wirkung zu erhalten bzw. Grenzen anzutasten. Man kann auch das Ampelsystem verwenden, oder auf die Finger sehen. Wenn man öfter zusammen "spielt", dann kennt man den Partner so gut, dass man ohne viel hin und her eigentlich spürt, was dieser braucht und vor allem wie viel.

      Im Fall des Rollenspiels geht es ja meist um den Fehltritt des passiven Parts, der dann natürlich mit Strafen geahndet wird. Diese sollen zugleich Bestrafung für den Fehltritt sein und für die Zukunft dafür sorgen, dass gleiches nicht wieder getan wird, also eine Verhaltensänderung herbeiführen.
      Hier finde ich es unangebracht bzw. hinderlich irgendwelche Signale zu verwenden. Als passiver Part möchte ich ja bewusst in einer Situation sein, in der ich die Kontrolle abgeben will. Das ist für viele der eigentliche Reiz an derlei Spielen.
      Hierfür braucht man natürlich dann ein Gegenüber, dass entweder sehr gut die Körpersprache des passiven lesen kann oder ihn sehr gut kennt.
      Wenn es um ein "reales" Rollenspiel geht, sollen ausgesprochene Strafen ja weder zu leicht noch zu hart sein. Es ist eben genau diese Gratwanderung, die reizvoll sein kann.
      Schöne Seite im Übrigen.
      Viele Grüße
      Chris
    • Ich denke, Codewörter oder ein Ampelsystem sind sinnvoll, wenn man sich nicht genau kennt oder vertraut.

      Wenn ich meinem Erzieher vertraue und er mich kennt, gut einschätzen kann und sehr genau darauf achtet was er tut, wird er mich nicht überfordern. Bei einer Strafe für eine Verfehlung möchte ich selbst (klar! :D ) immer weniger bekommen, als mein Erzieher meint, dass ich verdiene. Ich finde es aber langweilig alles im Detail festzulegen, sondern nur Tabus, Regeln und allgemeine Dinge. Wenn ich dann eine Strafe bekomme, wird das Strafmaß festgelegt und die Strafe ausgeführt. Da verlasse ich mich auf ihn. Dabei brauche ich kein Codewort oder Ampelsystem. An meiner Reaktion merkt mein Erzieher, ob alles okay ist.

      Dadurch habe ich schon Instrumente und Strafen kennengelernt, die mir früher nie in den Sinn gekommen wären.

      Wichtig finde ich allerdings, miteinander offen und ehrlich sprechen zu können, schon damit das Vertrauen da ist, aber ggf. auch, um mitzuteilen, was vielleicht anders schöner wäre.
    • spankee_tawse schrieb:

      Generell denke ich muss man zwei Bereiche unterscheiden: ist Spanking eine Komponente im (Liebes)spiel, dient also irgendwo der Luststeigerung oder geht es um Spanking als Strafe im Rollenspiel.
      Oder aber Spanking und andere Bestrafungen innerhalb eines Rollenspiels oder Ageplay, das kein Strafspanking ist, und in dem es nicht um Verhaltensänderung, sondern Zuwendung, Geborgenheit, gespielte Erziehung und Erotik geht.


      Meine Spankingerfahrungen liegen ja schon viele Jahre zurück; und daher fühl ich mich eigentlich wie eine "Jungfrau" in diesem Bereich, und kann mir bei Vielem kaum vorstellen, wie es real wäre.
      Und deswegen fänd ich es am Besten, wenn wir, wenn es mal zu einer derartigen Beziehung kommt, uns am Anfang behutsam herantasten und vorher über sensible Punkte (emotionaler Natur....) offen und ehrlich miteinander reden.

      Ob ich da jetzt wirklich ein Safeword oder Ampelsystem brauche, weiß ich nicht.
      Einerseits sind mir Sicherheit und Kontrolle sehr wichtig; aber andererseits will ich voll und ganz im Spiel sein, und es nicht stören.
    • Safewort immer. Ein klar definiertes Stop für den Notfall wenn z.B. der Kreislauf anfängt zu kippen. Gefesselt, geknebelt wie auch immer gerade jederzeit muss da ein sofortige Möglichkeit sein zum Signalisieren für den Sub. Die Gesundheit muss einfach an 1. Stelle stehen.

      Bei der Ampel sehe ich die klare Unterscheidung bei welche Spielart ist es.
      Bei einem Spanking Spiel ist sie wohl eher störend. Hier wäre eine gute Selbsteinschätzung davor wie weit Striemen möglich sind, wie viel man Verträgt sicher besser.
      Ich gebe dir jetzt 20 Schläge aber du darfst dir aussuchen wie fest sie werden dürfen ist sicher nicht gerade Stimmungsvoll.

      Im Umfeld von einem BDSM Spiel, wo man viele Unterschiedliche Praktiken anwendet. Neben dem (Lust)schmerz genauso eine zärtliche Massage dazu gehört. Dort finde ich die Ampel für beide als Unterstützung als sehr gutes Mittel zum steuern des "Schmerzanteils". Ist einfach schade wenn man es vorzeitig abbrechen muss weil man einen Teil des Spieles übertrieben hat.
    • Safeword oder Ampel?
      ich meine auf jeden Fall! - welche Methode - das sollen die beiden für sich entscheiden.
      Ich bevorzuge die Ampel - Nicht nur wegen Sub, auch für mich. Zum einen traue ich mir schon zu Sub 'zu lesen', andererseits will ich aber auch die Sicherheit für mein Handeln. - ich spiele freier, wenn ich weiß SIE kann stoppen.
      Vielleicht liegt's auch daran, dass es noch zu keinem Abbruch gekommen ist. bzw.: Man kann anfangs auch 'zu vorsichtig' sein ...
      -
      Wie gesagt, ich hatte es noch nicht - trotzdem sollte Sub sich auch ihrer Verantwortung bewusst sein und die Bremse wirklich nur dann reinhauen, wenn es wirklich nicht mehr geht. - Safeword ist wichtig für die Sicherheit, aber kein 'Spielzeug'.
      --
      Den Hinweis mit 'grün heißt wir könnten mal wieder' finde ich klasse ;)
    • Da fällt mir nochwas dazu ein.

      1.) Es wäre mir unangenehm, überhaupt ein Ampelwort im Spiel zu "sagen".
      2.) Dadurch, dass ich nur wenig Erfahrungen hab, und die schon lange zurückliegen, fällt es mir schwer, einzuschätzen, ob es "noch geht" bzw. was überhaupt geht.
      3.) Es fällt mir allgemein manchmal schwer, meine Grenzen zu spüren. Manchmal spür ich sie erst, wenn ich selbst oder Andere sie überschritten habe(n). Das ist sehr problematisch; schon im Alltag, und besonders in der Sexualität.