Kein Freibrief

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    Es gibt 7 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Monika.

    • Kein Freibrief

      Die Frage ist Sub nicht zu stolz es auch zu nutzen und/oder ist im Rausch der Gefühle überhaupt noch die richtige Selbsteinschätzung vorhanden ist sicher ein heikles Thema, ich selbst traue mir da nicht ganz über den Weg.

      Es kann halt nur eine Unterstützung sein, trotzdem muss der Dom aufmerksam sein und abbrechen wenn er nur das leiseste Gefühl hat das etwas nicht simmt.
    • Das klingt aber ein bisschen sehr fürsorglich! ;)

      Wer neu ist, wird sich mit seinem Partner langsam an das gewünschte Maß herantasten - und wenn Sub da nicht die richtigen Signale senden/sagen will (aus welchen Gründen auch immer), kann man ihm nicht recht helfen. Das kann eben niemand anderer fühlen, und deshalb ist es Subs Verantwortung, Dom zu informieren.

      Wer schon Erfahrung hat, wird ein Safeword wohl nur brauchen, wenn es tatsächlich körperliche Probleme gibt: Man merkt, der Kreislauf driftet weg, die Fesselung hat sich eindeutig zu fest zusammengezogen,... und mit Dom ist vereinbart, dass er auf normales Jammern nicht reagieren soll.

      Ich breche ein "Mensch ärgere dich nicht" auch nicht ab, weil ein Mitspieler vor Wut weiß anläuft. :rofl2
      (Ev. frage ich ihn aber, ob er sich vielleicht ärgert...) Liegen vor Lachen
    • Christian schrieb:

      Das klingt aber ein bisschen sehr fürsorglich!
      Ich finde Fürsorge sehr wichtig, notwendig und schön.

      Christian schrieb:

      Ich breche ein "Mensch ärgere dich nicht" auch nicht ab, weil ein Mitspieler vor Wut weiß anläuft.
      Wenn man sich beim Brettspiel ärgert, hat das in der Regel doch weniger dramatische Auswirkungen als z.B. Retraumatisierungen.
    • Ich frage mich manchmal worüber wir hier sprechen... es geht doch nicht darum, dass man den Partner foltern und fertig machen will, sondern um ein Spiel in all seinen Ausprägungen.

      Ich habe mit ungefähr zwei Jahren gelernt zu sprechen, und meinen Willen kundzutun wahrscheinlich schon viel früher. Ich finde ein Codewort gut, wenn man sich nicht genau kennt oder tatsächlich jammern zum Spiel gehört. Dennoch denke ich, miteinander reden ist das Wichtigste. Vorher, um Tabus und den Rahmen zu besprechen... vor allem aber doch auch um sich kennenzulernen. Aber auch hinterher. Und dabei. Wenn die Schläge zu heftig waren und Dom bemerkt es nicht, ist es doch das Mindeste, dass ich mich bemerkbar mache, weil wir spielen! Und tue ich das nicht und halte aus, dann muss ich es hinterher besprechen und dann ist es auch okay.

      Ich persönlich kann mich nur ganz ins Spiel einfinden, wenn ich meinem Erzieher vertraue. Aber auch dann muss man anfangs erstmal gemeinsam probieren und besprechen, was beide brauchen. Und ehrlich von beiden Seiten sagen, wenn etwas anders sein sollte.

      Dass ich meine eigenen Grenzen manchmal selbst anders einschätze, als mein Erzieher, kann durchaus auch vorteilhaft sein. Klar würde ich bei einer echten Überforderung sofort Bescheid geben und wenn nicht durch ein Codewort dann direkt, Stolz hin oder her, es geht doch um mich. Und mein Erzieher will mich doch auch nicht aus Spaß an der Freude quälen! Aber in sich selbst hineinzuhören und sich zu reflektieren, bringt ganz neue Erfahrungen. Ich lasse mich fallen, erlebe etwas Neues und im Nachhinein stelle ich fest, dass es sogar toll war und meine Grenze verschoben wurde (kann auch stolz machen).

      Eine für mich verhängte Strafe wird so durchgesetzt. Zurückreden und maulen kann sie verschärfen. Natürlich äußere ich auch meine Schmerzen bei der Tracht oder heule. Aber genau dann ist es wichtig, dass mein Erzieher auf mich achtet und dass er hinterher auch erfährt, wenn etwas nicht gepasst hat, damit er sich auch sicher sein kann, dass wir beide auf der richtigen Linie sind.

      Aber wir sprechen immer nur von Sub.... kann denn nicht auch Dom sprechen, wenn er das Gefühl hat, es passt was nicht? Dabei, aber auch hinterher? Das gehört doch zu einer vertrauensvollen (Spiel-)Partnerschaft dazu, oder nicht?

      Mit Leuten, die bei Mensch ärgere dich nicht ausrasten, spiele ich übrigens nie wieder! ;)
    • @'Frechebiene
      Bin ich voll dabei.
      Ich hab's an anderer Stelle schon geschrieben.
      Ich spiele freier, wenn ein Safeword oder Ampel vereinbart ist. Es gibt auch mir als Dom Sicherheit beim Spiel.
      Und das gilt auch bei einer Bestrafung. Sub wird sich hüten da das Safeword zu missbrauchen - aber auch da ist ihr zuzugestehen, dass sie mal nicht so gut drauf ist und es einfach zu viel ist.
      Die Gelegenheit das zu klären und neu anzusetzen gibt es auch dann.
      Brech ich mir einen ab, wenn ich darauf Rücksicht nehme? Verlier ich ihren Respekt?
      Ich denke Nein! - Es stärkt ihr Vertrauen in mich und das ist mir wichtig. Meine Sub hat keine Angst vor mir.
    • Frechebiene schrieb:

      Ich frage mich manchmal worüber wir hier sprechen... es geht doch nicht darum, dass man den Partner foltern und fertig machen will, sondern um ein Spiel in all seinen Ausprägungen.
      Jeder spricht hier von den eigenen Empfindungen.
      Und die sind eben je nach Lebensgeschichte und Persönlichkeit individuell verschieden.

      Wenn man gewisse Lebenserfahrungen bzw. Erlebnisse hatte, die traumatisch waren, ist es ja vollkommen klar, dass man bei Allem, was man tut, besonders im Bereich der Sexualität, sehr achtsam und vorsichtig ist.
      Schließlich will man ja genießen und sich dabei erholen, und sich nicht, wie ich schon sagte, retraumatisieren.

      Und daher ist es sehr wichtig und notwendig, vorher über diese individuellen sensiblen Punkte zu sprechen, damit der Aktive im Zweifelsfall, wenn er ein seltsames Gefühl hat, ein Spiel sofort unterbricht, weil es eben nicht immer der Fall ist, dass der Passive es sofort bemerkt, wenn die Grenzen überschritten sind oder etwas nicht okay ist.
      Beide sind gleichermaßen für die Sicherheit verantwortlich; und Beide müssen achtsam und feinfühlig sein, sowohl, was sie selbst, als auch den Partner betrifft.
    • Bei meiner allererste passive Spankingpartnerin habe ich das Spiel nach drei Tagen abgebrochen ... und sie hatte immer noch nicht genug.

      Umgekehrt war ich hier Ohne Worte der festen Meinung "da geht noch was drauf" ... Zum Glück war der Top anderer Meinung. :augen zu:
      Die Absicht, niemals zu täuschen, bringt uns in Gefahr, oft getäuscht zu werden.
    • Für mich Persönlich gilt in erster Linie damit sub "Fliegen" kann. Sicher ist aber das Reden im Vorfeld und auch danach. Das aber sub schon vor dem Beginn eines Spieles sich zu Erkennen gibt ob ja oder NEin ist für mich wichtig. Nur Spielen um gespielt zu haben oder eben der Erzeieher Person eine gefälligkeit zu Erweisen, das Finde ich dann den Grössten Blödsinn welcher sub machen kann. Hier Spielen zwei Menschen miteinander. Und wir sind zwar aus dem BDSM Sektor. Aber eben nich zwingend BDSM-Spieler.
      Der Unterschied zu BDSM ist für mich schon beim Fesseln. Sicher Binde ich sub auch mal die Arme/Beine ans Bett. Das aber ist dann für mich schon das Höchste an BDSM Praktik was ich mir Vorstellen kann. Für mich ist Spanking eben kein BDSM. Genitalien Klammern, Brustwarzen/ Brüste Abbinden gehören für mich schon ins BDSM. Es Mag manchem jetzt etwas Merkwürdig erscheinen. Aber Schläge auf die Genitalien sind auch für mich Teilbar. Bei einem Age-Play-Spiel gehört das Sicher nicht dazu. Beim Erwachsenen-Erziehungs-Spiel aber schon.
      Um mal ein kurzes Fazit zu ziehen.
      Die Verantwortung vor dem Spiel Obliegt beiden. Die Verantwortung im Spiel Obliegt dem Dom. Zumindest wenn man sich schon Länger kennt. Und wenn dies nicht der Fall ist so muss Dom sich sehr Vorsichtig an subs Schmerz Grenzen Herantasten. Besser zu wenig wie zu viel.