Ist Spanking Teil vom BDSM?

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    Es gibt 60 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Dom915.

    • Ist Spanking Teil vom BDSM?

      Im Spaning Chat im Discord ist gerade schön was los. Da kommen für mich Fragen wieder hoch..... Habe nicht alle Threeads durchforstet, ob es hier schon mal Thema war. Wenn ja, kann man diesen Beitrag ja dorthin verschieben.

      Ist Spanking Teil des BDSM ist, wozu ich neigen würde.
      Welche Unterschiede oder Gemeinsamkeiten seht ihr?
      Praktiziert ihr nur Spanking oder auch Praktiken des (anderen) BDSM?
      Was ist bei euch virtuell und was real?

      Bin gespannt.
      Well, I was born to have adventure..... (Zappa)
    • Antwort zur Überschrift: definitiv JA.
      Spanking ist BDSM aber BDSM muss kein Spanking sein.
      Wenn BDSM das Orchester ist, ist Spanking ein Instrument, egal ob ein dominierendes wie Pauke, Cello oder Bass, oder eines welches das Konzerts abrundet, vielleicht die Querflöte oder die zweite Geige.
      Das Konzert hört sich auch ohne vollendet an, aber der ein oder andere wird due Zwischentöne missen. In mein Konzert gehört es zur Vollendung hinzu, in jenes der anderen nicht und doch kann auch das harmonisch klingen.
      Für mich ist es weder Dogma noch Selbstzweck, aber (weg vom Konzert) geil ists schön aber auch ohne hatte ich schon wundervolle und erfüllende Ouvertüren, Hauptstücke und grandiose Finalen
    • Interessant, dass du die Frage stellst, @Robert, denn vor Kurzem diskutierte ich in einem anderen Spankingforum über dieses Thema. Dort schrieb ich, dass ich Ageplay und Spanking mag, in der Form, wie ich es mir wünsche und ausleben möchte, es aber nichts mit BDSM zu tun hat, und das haben die Diskussionspartner nicht verstanden.

      Ich sag einmal so: Fast Jeder "BDSMler" lebt Spanking aus, nehme ich mal an. Aber nicht jeder "Spanker" ist "BDSM" ler.
      Also lautet meine Antwort auf die Frage: Nein.
      Weil: Spanking wird auch aus anderen Motiven als S/M und D/S ausgelebt.
    • Weiß ich nicht, da ich eine grundsätzlich Abneigung gegen Definitionen in diesem Bereich habe und die Auslassungen zur 'reinen Lehre' nie verstehen werde.
      Hab für mich den Weg gefunden es 'Mein BDSM' oder besser 'Unser BDSM' zu nennen. Hab schon in einem anderen thread geschrieben, dass ES sich entwickeln muss.
      Meine Antwort: Es gehört dazu. Früher konnte ich mir auch vorstellen 'nur' zu Spanken. Heute würde mir da was fehlen. Die Devotion der Sub, das sie warten lassen, das Spiel mit der Unsicherheit (keine Angst!! das lehne ich ab!), der Ausdruck in ihren Augen, das Entstehen der Spuren, mögliche Tränen, ihre Lust …
      Vielleicht würden das manche als 'Weichei BDSM' bezeichnen - so what?
      Und bitte nur real - Zu virtuell fehlt mir der Zugang. Ich brauche SIE und ich will, dass SIE mich braucht.
    • mommy`s girl schrieb:



      Weil: Spanking wird auch aus anderen Motiven als S/M und D/S ausgelebt.
      zu gern würde ich mir die Erläuterung dieser Motive anhören, die nicht auf Neigung Lust und Leidenschaft gründen, aus dem Spaß sich mit einem Hintern und dessen Besitzerin zu beschäftigen oder dem Gefühl ich oben du unten bestehen. Warum diese abstrusen Bemühungen Spanking nicht als Teil des BDSM zu akzeptieren? Weil BDSM schwarz, böse, frauenverachtend und gewalttätig ist ? Nein weil alle mit Vorurteilen aufwarten, keine Ahnung haben was BDSM wirklich ist, wie nah sich die Probanten dabei kommen, auf welchem Urvertrauen ihre Aktivitäten aufbauen, wieviel liebe und Achtsamkeit in die Aktionen gelegt wird und dass es mehr ist als ...play,
      Für mich ist jeder dem es gefällt mal etwasmehr als einen Klaps auf einen Po zu erteilen, sich dabei erregt, jemand, für den in der vielfältigen Welt des BDSM ein Plätzchen frei ist.
    • Spanking kommt aus der Erziehung - eine körperliche Bestrafung von Verfehlungen.
      Der Erzieher dominiert, die Erzogene hat sich unterzuordnen, oder sie wird dazu gezwungen.
      So wird es in einem Großteil der Welt weiterhin praktiziert und (im englischsprachigen Raum) auch so genannt.

      Wie Vieles andere (Wirtschaft - Monopoly; Kradfahrer - Motorrad Trial) wurde auch spanking bald als Spiel entdeckt und verwendet.

      In einem Spiel gibt es Spielregeln, die die Spieler (innerhalb des gesetzlichen Rahmens) völlig frei vereinbaren können.
      Auch außerhalb der allgemein üblichen.
      Wer also spanking für sein Spiel so definiert, dass mit dem Stock gekitzelt wird, mit der Rute zusammengekehrt und mit dem Paddel gestreichelt, der kann das problemlos so machen.
      Dann hat spanking keinerlei BDSM-Bezug.
    • Dann frage ich mich ob mommys Girl mit dem Stock kitzeln, der Rute kehren und dem paddle streicheln will. Und ob der überwiegende Teil der User hier die so beschriebenen Praktiken als Spanking verstehen

      de.m.wikipedia.org

      Im Übrigen gibt es auch im BDSM Regeln, Grenzen und Tabus, es ist ein Spiel, eine Interaktion von zwei oder mehr Akteuren, und trotzdem ist es BDSM.
      Man könnte auch eine Feder zum Kitzel, den Feger zum kehren und die Finger zum streicheln nehmen, ohnehin viel intensiver weil man selbst die Berührungen fühlt.
    • Chris schrieb:

      mommy`s girl schrieb:

      Weil: Spanking wird auch aus anderen Motiven als S/M und D/S ausgelebt.
      zu gern würde ich mir die Erläuterung dieser Motive anhören, die nicht auf Neigung Lust und Leidenschaft gründen, aus dem Spaß sich mit einem Hintern und dessen Besitzerin zu beschäftigen oder dem Gefühl ich oben du unten bestehen. Warum diese abstrusen Bemühungen Spanking nicht als Teil des BDSM zu akzeptieren? Weil BDSM schwarz, böse, frauenverachtend und gewalttätig ist ? Nein weil alle mit Vorurteilen aufwarten, keine Ahnung haben was BDSM wirklich ist, wie nah sich die Probanten dabei kommen, auf welchem Urvertrauen ihre Aktivitäten aufbauen, wieviel liebe und Achtsamkeit in die Aktionen gelegt wird und dass es mehr ist als ...play,Für mich ist jeder dem es gefällt mal etwasmehr als einen Klaps auf einen Po zu erteilen, sich dabei erregt, jemand, für den in der vielfältigen Welt des BDSM ein Plätzchen frei ist.
      Man könnte aber auch andersrum fragen, warum man Spanking unbedingt als Teil von BDSM sehen sollte. Bin ich wirklich automatisch voller Vorurteile oder habe keine Ahnung, nur weil für mich zwischen Spanking (in der für mich spezifischen Form) und BDSM ein Unterschied besteht?
      Ich persönlich halte BDSM nicht für böse, schwarz, frauenverachtend oder gewaltätig. Wenn es darum geht was andere Erwachsene einvernehmlich miteinander tun, ohne das jemand zu schaden kommt, gibt es für mich nichts was ich als böse ansehen würde oder aus anderen Gründen nicht akzeptieren würde. Du sprichst davon "was BDSM wirklich ist", aber kann man das überhaupt allgemein festlegen, hat da nicht jeder wieder seine eigene Vorstellungen? Und wenn jeder seine eigene Vorstellungen hat, warum sollte ich nachdem ich über die Jahre allerlei sowohl über BDSM als auch über Spanking gelesen habe und mittlerweile auch einiges an Gesprächen in diesem Bereich geführt habe, nicht zu dem Schluss kommen, dass meine Vorstellung von BDSM nicht zu dem passt was meine Neigung für mich ausmacht? Ich sage damit ja nicht, dass BDSM schlechter oder besser ist als Spanking oder irgendeine andere sexuelle Neigung, oder versuche jemand anderem vorzuschreiben, dass er Spanking ebenfalls nicht als Teil des BDSM betrachten darf. Aber ich sehe auch nicht, was falsch daran ist, wenn wenn ich mich in diesem eh sehr komplexen und individuellen Bereich selber anders einordne, als es andere tun.
      Könnte man meine spezifische Neigung irgendwo unter BDSM einordnen, wenn man wollte? Ja, aber wenn man einen Begriff nur weit genug fasst, kann man darunter sehr viel einordnen. Ob man das für sinvoll hält, muss ich jeder für sich selbst entscheiden, aber ich persönlich tue es nicht.
      Für mich gibt es Überschneidungen mit BDSM, aber es ist nicht dasselbe.

      Um also die ursprüngliche Frage zu beantworten: Ich praktiziere nur Spanking und nur in der Realität. Die Virtualität ist sehr hilfreich um sich auszutauschen und "Gleichgesinnte" zu finden, aber für mich nicht geeignet um Sexualität (in welcher Form auch immer) auszuleben.
    • BDSM ist ja kein Begriff den es schon seit Jahrhunderten gibt . Er wurde eigenst dafür erfunden weil sich eine Subkultur zb vom pathologischen Sadismus, Masochismus abgrenzen wollte. Ich denke auch Ageplay zum Beispiel hat mindestens auch eine submissive Komponente. (?) Die BDSM- Community hat viele Jahre hart dafür gekämpft um juristisch, gesellschaftlich, pathologisch aus einer ganz dunklen Ecke raus zu kommen. Und zwar für alle Unterarten. Auf diesem Weg waren auch eigene Dogmen nötig, die heute unnötig sind weil das Gesetz sie regelt . Ohne die Erschaffung des Begriff "BDSM" könnten wir uns vermutlich jetzt hier und heute nicht so frei über unsere Neigungspräferenzen, egal welcher Art austauschen. Aus diesem Blickwinkel sollte sich meiner Meinung nach dann auch niemand zu schade sein sich als bdsmler zu bezeichnen auch wenn man nur eine Unterart davon lebt . Wer das natürlich braucht soll das zu .

      Ärgern tu ich mich persönlich nur darüber dass viele BDSMler immernoch daran festhalten dass nur sie die Regeln wissen was alles BDSM ist, welche Begriffe zu verwenden sind und wie ein Spiel auszusehen hat.

      Die Lust an der Macht und Ohnmacht ist weit aus älter als die Bdsm-Subkuktur und diese hat kein Monopol auf Regeln die sowieso nur die Partner selbst treffen können bzw darüber hinaus mittlerweile das Gesetz regelt. Wenn nun zwei Partner innerhalb eines Spieles auch zb echte Rage zulassen dann kann man das unvernünftig finden, aber es wird ihnen keine Subkultur der Welt verbieten können und wenn sie sich noch so gern als einzig richtige Vorbildfunktion sieht.

      Trotz der Vorarbeit von Generationen sind "wir" mancherorts immer noch in einer Schublade . In meiner Reha konnte ich verschiedenen Lesungen beiwohnen . Eine davon zum Thema Sexualität. Es hat mich sehr aufgestossen dass z.b Sadomasochismus oder sexueller Fetischismus im selben Atemzug mit Paraphilien wie Pädophile, Nekrophil usw aufgezählt wurden. Sehr schade finde ich. Schade für alle Unterarten des BDSM.

      Gut .. zum eigentlichen Thema: selbst wenn ich es wollte könnte ich gar keine Grenze zwischen Spanking und BDSM ziehen. Wo hört das eine auf und wo fängt das andere an? Ist es schon BDSM wenn mein Partner beim Haun nur meine Hand hält damit ich nicht so zappel oder muss ich erst eine Gummimaske aufsetzten um mich im Bdsm-Bereich zu bewegen?

      Im Chat gab es ja eine richtige Lagerbildung. Worauf hin phillip und ich zwei zusätzliche Kanäle erstellt haben. Also haben wir jetzt Spanking, Ageplay und BDSM .. ich bin gespannt wie sich das in der Praxis bewährt. Denn wenn die Frage schon ist wie blau denn ein versohlter Po sein darf damit er noch zu Spanking zählt sehe ich für diese Unterteilung schwarz . :rofl2 :rofl2

      Also ich persönlich habe kein Problem Spanker zu sein und Bdsmler und vor allem ich selbst .
      Die Absicht, niemals zu täuschen, bringt uns in Gefahr, oft getäuscht zu werden.