Konzepte im Spanking/BDSM - SSC oder doch RACK und NOCON

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    Es gibt 11 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Ron.

    • Konzepte im Spanking/BDSM - SSC oder doch RACK und NOCON

      Liebe Liebenden,
      wegen der Diskussionen im Spanking Chat kommt bei mir noch mal die folgende Frage hoch
      Für die, denen die Konzepte nicht so viel sagen hier ein Link zur Information: Info SSC und RACK
      Wo steht ihr? Was haltet ihr für notwendig?
      Wie weit darf ich als Aktiver im RACK Konzept und bei einem NOCON gehen?
      Wo liegen die Grenzen?
      Wie sieht eure emotionale Bindung zum (Spiel-)Partner aus?
      Well, I was born to have adventure..... (Zappa)
    • Ich weiss nicht um was es in den Diskussionen gegangen ist, doch lebe und praktiziere ich due Regeln des SSC als gelernte Selbstverständlichkeit.
      Rack lehne ich ab, erlaubt es mir die Einvernehmlichkeit mit einer individuell schwer messbaren Risikobereitschaft zu verknüpfen, die ich nicht zu tragen bereit bin. Bsp.: Atemkontrolle
      Das Rack-verhaltendmodell akzeptiert Risiken die dem Safe und Sane wiedersprechen, vielleicht einvernehmlich sind aber den aktiven ein Maß an Verantwortung anlasten welches ich nicht tragen möchte.
      Mir reicht der Rahmen des Ssc um in meinem Wohlfühlbereich zu agieren, und brauche keinen Kick zsätzlicher, gefährlicher Risiken.
      Was ist übrigens NOCON? Hab auch in Google keine Hilfe gefunden.
    • Hallo Chris,
      germeint ist, dass eine einvernehmliche Nichteinvernehmlichkleit. Info Metakonsens/CNC Der TOP erhält die Erlaubnis, in der Session Grenzen zu überschreiten. Z.B. gibt es dann kein safeword oder eine Abbruchmöglichkeit. Es kann auch als NOCON/nícht consnsual bezeichnet werden.
      Ich äußere mich später noch dazu, weil ich erst mal die Diskussion abwarten und nicht präjudizieren will.
      Well, I was born to have adventure..... (Zappa)
    • Gesunder Menschenverstand, Achtung vor dem Partner, die Neigungen Beider, miteinander reden, ES entwickeln
      Die Definition versucht einen Rahmen vorzugeben. Das ist gut und als Diskussionsgrundlage sicher geeignet. Nur lassen sich weder Dom noch Sub generell in ein Korsett pressen (o.k. Sub manchmal schon *grins*). Die individuelle Ausrichtung ist m.E. zu beachten. - Auch Dom kann überfordert werden (erlebt!). Es geht um das Ausleben von Neigungen, dem Partner das erleben lassen, sich herantasten.
      Es ist eine Entwicklung, die Grenzen verschieben kann. Das Ziel sollte immer Spaß und Erfüllung für Beide sein.
      Zur Emotion: Meine Meinung und meine Einstellung: Ohne ein gewisses Maß an Emotion kann ich nicht spielen; ich will sehen, dass sie die Zeit mit mir genießt (meistens wenigstens). Wenn Sie mir zum Abschied sagt: "Komm wieder" - dann war es richtig!
    • Robert schrieb:

      Hallo Chris,
      germeint ist, dass eine einvernehmliche Nichteinvernehmlichkleit. Info Metakonsens/CNC Der TOP erhält die Erlaubnis, in der Session Grenzen zu überschreiten. Z.B. gibt es dann kein safeword oder eine Abbruchmöglichkeit. Es kann auch als NOCON/noícht consnsual bezeichnet werden.
      Ich äußere mich später noch dazu, weil ich erst mal die Diskussion abwarten und nicht präjudizieren will.
      Danke für die Erklärung einer Praktik die ich vielleicht auch aus dem Grund nicht kennen da ich sie persönlich und für mich nicht praktizieren möchte.
      SSC bleibt für mich ungeschriebenes Gesetz,
    • Ich finde in der Phantasie RACK unglaublich anziehend. Vor allem in der D/s -Vorstellung. Wie sovieles was mich in der Phantasie anmacht ist diese Spielart in der Praxis leider für mich nicht umsetzbar . Ich tauche immer auf Zeit in ein intensives Spiel ab . Das lässt für Rack wenig Spielraum.
      Die Absicht, niemals zu täuschen, bringt uns in Gefahr, oft getäuscht zu werden.
    • Auch bei mir gibt es Dinge, die mich teilweise schon sehr anmachen, die ich aber nicht umsetzen kann oder will. Die Fantasie ist grenzen- und gesetzlos und die Gedanken sind frei. Und as ist dann auch..... gut so..... airborne Viele akzeptieren leider nicht solche Gedanken.... thinking
      D/s im 24/7 ist etwas, was ich ganz bewusst und aus tiefster Überzeugung nicht leben will. Es würde meinem Konzept von Beziehung und menschlichem Umgang miteinander widersprechen. In der Realität möchte, wünsche und will ich einen Umgang auf Augenhöhe. Einem Spiel D/s bin ich aber nicht abgeneigt und da kann ich mich reinfühlen. Auch für ein paar Tage vielleicht mal. Wäre ein Versuch wert.
      RACK hat den Keim des Missbrauchs in sich. Es muss immer und jederzeit einen akzeptierten und respektierten Ausgang für Aktive, wie Passive aus einem Spiel geben. Die Kritik am RACK ist ja genau dies. Dem SSC-Konzept wird ja vorgeworfen, es sei zu sehr auf nicht definierte Parameter festgelegt. Ich denke aber, darum geht es bei den individuellen Absprachen. Alles abzusprechen geht eh nicht, wenn man dan auch mal anfangen will. Und gern führe ich mein Ggenüber auch an seine Grenzen oder auch ein wenig darüber hinaus. In dem Bereich ist die Ampel mit grün/gelb/rot gut, finde ich. Mal ins Gelbe darf schon sein. Sich darauf einzulassen, heißt neue Erfahrungen zu machen. Im Gegensatz steuern dann die Beiligten gemnsam, wohin die Reise geht. Da gilt die Regel 'Komm mit ins Abenteuerland....'
      Well, I was born to have adventure..... (Zappa)
    • Robert schrieb:

      RACK hat den Keim des Missbrauchs in sich.

      Es ist schon viele Jahre her da wurde auf einer Spanking-Veranstaltung der Organisator seiner Partnerin gegenüber handgreiflich. Es war ganz eindeutig kein Spanking, kein BDSM. Es war so dramatisch dass die Betroffene halb nackt auf die Hauptstraße flüchtete .. um ein Haar wäre diese Veranstaltung für sie auf dem Friedhof, mindestens aber in der Geschlossenen geendet. Noch Jahre später behauptete der Organisator dass ja all die dabei gewesenen, schockierten Teilnehmer Waschlappen seien und dass ja das was dort passierte RACK gewesen sei. Ganz eindeutig waren seine Gewalttätigkeiten keine Spielart und alles passierte auch ausserhalb des Event-Spielraum .

      Solche Ereignisse emfinde ich aber als Ausnahme und sie ziehen eine Spielart in den Dreck die für viele die Erfüllung ihrer persönlichen Sehnsüchte ist und auch sein darf.
      Die Absicht, niemals zu täuschen, bringt uns in Gefahr, oft getäuscht zu werden.
    • Ich sag mal so: es gibt immer und überall Extreme. Jede Gemeinschaft besteht "nur" aus Menschen. Es ist ja eigentlich nie eine Neigungspräferenz das Gefährliche, sondern der Mensch der sie gebraucht, im schlimmsten Fall miss-braucht. Ich kann nur von meinem eigenen Erleben ausgehen; und da kann ich schon sagen dass die Leute die sich in irgendeiner Form in einer Gemeinschaft zu unserem Thema beteiligen, meinem Empfinden nach, meist sehr sensible ,empathische, besondere Menschen mit viel Feingefühl sind. Ausnahmen bestätigen eben wie überall die Regel.

      Um auf s Thema nochmal zurück zu kommen: ich denke auch bei der Spielgrundlage "Rack" werden sich Partner kaum ausschliesslich an irgendwelchen fest geschriebenen Spiel-Regeln irgendwelcher Szenen-Seiten orientieren. Die Abkürzung steht erstmal lediglich für "risk-aware, consensual kink" (= Risiko-bewusst, einvernehmlich praktizierter Kink). Da passt erstmal vieles rein. Klar kann man da hinterfragen wie denn etwas Risiko-bewusst auf beider Seiten gleich einvernehmlich sein kann wenn doch in der Praxis nur einer der Partner entscheidet wie hoch gerade das Risiko für den anderen sein darf.

      Bei allen Bedenken sollte man aber nie vergessen dass in der Regel nicht zwei wild fremde miteinander spielen, sondern Leute die ein Gespür füreinander haben. Das gilt auch für das consensual-nonconsensual-Konzept. Eine Sub in einer D/s oder D/D-Beziehung kann diese natürlich jeder Zeit verlassen. Und solange es ihren ganz persönlichen Wünschen entspricht einem (objektiv oder subjektive betrachtet) einvernehmlich nicht-einvernehmlichen Lebenskonzept nachzugehen ist das völlig legitim . Warum auch nicht . :)

      Soweit meine (vielleicht zu rosaroten) Gedanken dazu.
      Die Absicht, niemals zu täuschen, bringt uns in Gefahr, oft getäuscht zu werden.