Schreibstrafen

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    Es gibt 4 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von HenriqueMarie.

    • Schreibstrafen

      Nachdem in einem anderen Thread nach Schreibstrafen gefragt wurde, eröffne ich dafür mal ein neues Thema.

      Ich persönlich mag Schreibstrafen gar nicht und wenn sie mir drohen, überlege ich mir zweimal, wie ich mich verhalte. Ein Hintern voll ist nicht angenehm, aber meist doch schnell vorbei. Aber beim Schreiben, egal ob Aufsatz oder Sätze, vergeht viel Zeit, die man anders besser verbringen könnte, es ist eigentlich vollkommen nutzlos und ggf. muss ich auf andere Aktivitäten verzichten.

      @HerbertM schreibt gerade ein Programm für Schreibstrafen, es gibt auch FoW, das ist englisch und gefällt mir persönlich nicht so gut.

      @HenriqueMarie hat gefragt, wie man Strafen nach Schulnoten vergeben könnte.

      Für Schulnoten ist ja schon sehr allgemein.

      Zunächst einmal gibt es ja schon den Unterschied ob 1-6, sehr gut bis ungenügend oder nach Punktesystem von 15 - 0 oder 20 -0.

      Bei 1-6 könnte es so sein: 1 wird natürlich nicht bestraft. Bei einer 2 gibt es nur eine Ermahnung, der Zögling muss einen Aufsatz von einer oder zwei Seiten zur Verfehlung schreiben, was der Sinn an der Regel ist und wie er es besser machen kann.

      Bei einer 3 gibt es 250 Sätze, einer 4 500, einer 5 750 und einer 6 1000 Sätze (,oder weniger, aber gestaffelt). Dazu ggf. noch kräftig den Hintern voll.

      Für jeden Fehler werden 10 Sätze zusätzlich geschrieben und ab einer bestimmten Fehlerzahl die Strafe wiederholt.

      Beim Punktesystem könnte ich mir vorstellen eine bestimmte Anzahl an Sätzen je fehlendem Punkt, also z. B. 50 Sätze.

      Je mehr geschrieben werden soll, muss man überlegen, die Strafe in mehrere Teile zu teilen.

      Eine andere Möglichkeit wäre, eine feststehende Zahl an Sätzen täglich wiederholen zu lassen, das fände ich aber nur bei 1 - 6 angemessen. Da könnte bei einer 3 drei Tage, einer 4 vier Tage usw. täglich geschrieben werden.

      Bei einer hohen Fehlerzahl könnte es auch so sein, dass die Strafe am nächsten Tag wiederholt und verschärft wird. Dann also z. B. statt 100 Sätzen nun 150 oder 200 zu schreiben sind. Ist die Arbeit wieder nicht ordentlich am 3. Tag 300 usw.

      Grundsätzlich finde ich, dass auf das Delikt geschaut werden sollte. Die Schwere des Delikts ist wichtig für das Strafmaß. Und die Frage, ob das Fehlverhalten das erste Mal vorkam oder bereits zum x-ten Male wiederholt.

      Es gibt so viele Möglichkeiten.... und keine gefällt mir wirklich! ;( :rofl2 :Nichts wie weg:
    • Schreibstrafen haben viele Vorzüge (Zöglinge sehen das allerdings meist ein bisschen anders... :rofl2 )
      • Sie sind schnell verhängt.
        "Schreib den Satz 'Ich habe täglich alle meine Aufgaben sorgfältig, gewissenhaft und pünktlich auszuführen!' 100 Mal. Bis morgen um 18 Uhr."
        Oder noch schneller: "100 Mal".
        Wenn es einen Standard-Strafsatz gibt (etwa den obigen) und üblicherweise die Strafe stets bis am nächsten Tag zum Beispiel um 18 Uhr fertig abgegeben werden muss, reicht dieser Kurz-Befehl bereits völlig aus. Und lässt das Lächeln des Zöglings stets sofort gefrieren.
        Denn die "100 Mal" bedeuten ja ganz einfach (etwa) eine Stunde weniger Freizeit.
      • Sie sind ausgezeichnet anpassbar und gut zu dosieren.
        Man kann standardmäßig für ganz leichte Delikte 50 Wiederholungen verhängen, für normale 100, für schwere 200 oder 300 oder...
        Und für wiederholte Fehler auch entsprechend mehr. Man kann die Strafe auch über Länge oder Komplexität der Strafsätze verändern/verschärfen.
        Gibt es bei Strafstellungen oft die Problematik, dass der Zögling - beim besten Willen! - nicht mehr davon schaffen kann (denken Sie etwa an "Sitzen an der Wand"), so kann man 300 Wiederholungen, sofern nicht rechtzeitig abgeliefert, durchaus auch verdoppeln oder verdreifachen. Man muss dann zwar meist die Zeit bis zum Abgeben erstrecken (für 900 normale Sätze wird man dann vielleicht eine Woche festlegen), doch verringert das die Heftigkeit der Strafe nicht.
      • Sie sind wirksam. Warum? Weil sie anstrengend und unangenehm sind und dem Delinquenten Zeit wegnehmen.
        Ans Delikt angepasste Strafsätze können sich bei entsprechender Wiederholungsanzahl auch gut im Gedächtnis festsetzen und bei weiteren Versuchungen rechtzeitig an die harte Bestrafung erinnern.
      Diese und ein paar weitere Möglichkeiten bereite ich derzeit in einem PC-Programm gemeinsam mit @Frechebiene vor.
      Hier das Fenster für die Straffestlegung:
      Schreibstrafen I
    • Hier im Erziehungsspiel gibt es sicher viele Schüler.
      Und Lehrer.

      Jedenfalls aber kennen doch alle Schulnoten (wenn sie auch in den einzelnen Ländern verschieden gestuft sind).
      Noten erscheinen schon deshalb gut geeignet, auch nicht-schulische Arbeiten zu bewerten.

      Und dabei kann man ja die Leistung des Zöglings in verschiedenen Bereichen benoten:
      Zum Beispiel
      • nach der Qualität des Ergebnisses,
      • dem gezeigten Einsatz,
      • der Einstellung bzw. dem allgemeinen Benehmen.
      Danach kann man dann Belohnungen vergeben, Lob oder Strafe.

      Ob es besser ist, eine Gesamtnote für eine Aufgabe für Lob oder Strafe heranzuziehen (etwa den Mittelwert aus den Einzelnoten), oder jede Einzelbewertung einzeln zu honorieren?

      Ich finde, im Normalfall reicht meist die Kombinationsnote.
      Falls aber einzelne Teile wesentlich schlechter zu bewerten waren (Ergebnis mager trotz guten Benehmens :D / gutes Ergebnis trotz offenbaren Desinteresses / Aufsässigkeit, Unwillen,...), reicht ein Durchschnitt nicht aus.
      Da gibt es dann eben extra!
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      @mommy`s girl: Hihi - hab mich bei Deinem Spruch verlesen: "Es gibt keinen Ort der Welt, an dem man sicher wäre..." ;)