Dominanz und Narzissmus oder Dominanz oder Narzissmus ?

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    Es gibt 50 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von LustSpanker.

    • Dominanz und Narzissmus oder Dominanz oder Narzissmus ?

      Hallo liebe Leute,

      Was mir schon jahrelang beim Kontakt, und überfliegen von Profilen sämtlicher dominanter Damen auffällt, ist so ein
      "ich tue nur was ich will" , "nur mein Wille zählt"," was mein Sub möchte interessiert mich nicht, Tabus des anderen interessieren mich nicht"- Verhalten. Viele denken und schreiben ganz selbstverständlich rücksichtslos, verachtend und neigen dabei stark zur Selbstverliebtheit, im Schutzmantel der Herrin, die sie in einer SM-Community verkörpern und dort dann auch verehrt und bewundert werden, denken sie ihr Verhalten ist ganz gewöhnlich und legitim.

      Doch beim genauen betrachten, ohne die SM-Brille aufzusetzen, stellt man fest, das die meisten eigentlich im Grunde genommen Narzissten sind, die sich eine eigene Welt um sich herum aufbauen wollen.

      Deshalb meine Frage ins Forum, wie seht ihr das ? ist die Gefahr als dominanter Part zum Narzissten zu werden, sehr groß ? werden die meisten dominanten Damen erst zu Narzissten: durch die ständige Bewunderung, Verehrung, und Unterwerfung der Subs ? oder steckt in jeder dominanten Dame automatisch auch eine Narzisstin, die da dann zum Vorschein kommt ? was meint ihr dazu ?

      schönen Abend

      Viele Grüße
      FS
    • Ich finde das ist eine sehr interessante Frage und habe mich das umgekehrt auch schon gefragt. Ich denke nämlich nicht, dass dieses Phänomen nur auf die Damen beschränkt ist. Letztlich habe ich jedoch bereits eine Beziehung mit einem Narzissten geführt, dessen unbedingte Forderung nach meiner Unterwerfung im Alltag und in jeder Situation in keinster Weise zu einer sexuellen Erregung seinerseits geführt hat. Mit BDSM hatte er nichts am Hut. Erregend fand ich es trotzdem ;). Also ich denke , dass genau das der springende Punkt ist. Und ich glaube, dass man hier auch unterscheiden muss zwischen narzisstischen Zügen, die wir alle haben und die vielleicht bei einer dominanten Personen etwas stärker ausgeprägt sind und einer echten narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Im BDSM-Bereich spielt letztlich die Erregung die entscheidende Rolle. Und auf welche Weise man den unterwürfigen Part betrachtet, hat in erster Linie einerseits mit der Auffassung zu tun, wie man so eine Beziehung gestaltet wissen möchte und letztlich natürlich auch mit dem eigenen Wesen. Wenn für den devoten Part nichts empfunden wird, dann gestaltet sich eine solche Verbindung sicherlich auch entsprechend einseitig. Dessen Aufgabe ist dann, so wie du schreibst lediglich, der Dame oder den Herrn eine schöne Zeit und ein gutes Gefühl zu bereiten. Wenn man denjenigen darüber hinaus jedoch gern hat und abgesehen davon auch das Herz auf dem rechten Fleck hat, ist man darüber hinaus daran interessiert, das es denjenigen auch gut geht. Andererseits muss ich sagen, dass ich als devote Frau genau daraus die größte Erregung ziehe, wenn er nicht darum bemüht ist, mir irgendetwas recht zu machen. Das heißt natürlich nicht, dass er rücksichtslos meine Grenzen permanent überschreiten kann. Damit käme ich nicht zurecht. Ich möchte aber niemals etwas einfordern können und genieße das, was du narzisstisch nennst. Als dominanter Part muss ich sagen, dass ich den Gedanken sehr unangenehm finde, dass es dem Sklaven letztenendes nur um seine Befriedigung geht. Dann käme ich mir als Domina nur wie seine sexuelle Erfüllungsgehilfin vor. Als Mensch würde ich niemals dessen Grenzen überschreiten und könnte seine Menschlichkeit auch nicht ausblenden. Dafür habe ich zu viel Herz. Am intensivsten und schönsten ist es, wenn beide sich ihrer Rolle bewusst und dem Gegenüber dankbar für dessen Rolle sind. Ein Narzisst ist niemals dankbar. Und als devoter Part sollte man sich gut überlegen, ob man sich an so eine Person verschenkt...
    • Ja.. ich bin der Überzeugung und das ist auch meine eigene Spiel-Maxime: Passiv bestimmt das Spiel und nicht umgekehrt..
      wenn jemand "Dominantes", oder "Aktives" nichts anderes zulässt, so ist das eine Sache. Seine oder ihre nämlich.. und nicht meins, Da stimmt etwas nicht mit dieser Person.. und von mir aus darf die das eben so handhaben für sich. Aber weitere Gedanken mache ich mir darüber ned... aber schönes Thema !
      "Ich möchte keinem Club angehören, der Menschen wie mich als Mitglied aufnimmt." (Woody Allen oder Groucho Marx)

      "Sie beide sehen sehr glücklich aus. Wie kommt das, was ist Ihr Rezept..? (Frage von Woody Allen an ein junges Anfang-Dreißiger-Paar, das ihm zufällig auf der Straße begegnet.) Sie antwortet: "Nun, ich bin einfältig und oberflächlich, und habe an nichts auch nur das geringste Interesse." Und Er meint: "Ich bin das genaue Ebenbild..." Allen: "Tja..."
    • nathalie schrieb:

      Als dominanter Part muss ich sagen, dass ich den Gedanken sehr unangenehm finde, dass es dem Sklaven letztenendes nur um seine Befriedigung geht. Dann käme ich mir als Domina nur wie seine sexuelle Erfüllungsgehilfin vor.
      Hallo Nathalie,

      Das habe ich damit auch nicht gemeint, für mich ist klar, das ich dem dominanten Part bezw. einer Herrin diene, bezw. von ihr erzogen werde, da geht es nicht um meine eigene Befriedigung, sondern um ein geben und nehmen, SM muss beiden Spaß machen, und ist ja eine Sache von tiefem Gefühl zueinander, von fallen lassen, und Vertrauen. Aber man kann sich schlecht einer dominanten Dame bezw. Herrin hingeben sich ihr unterwerfen und ihr vertrauen, wenn man damit rechnen muss, das sie einen nur misshandeln möchte, das sie ganz gezielt dafür sorgt, psychisch wie körperlich das es einem schlecht geht, das sie eben genau das Gegenteil von dem tut, was man sich unter SM vorstellt, und davon dann ihren sadistischen Lustgewinn daraus zieht, und ihr Narzissmus sie in diesem handeln auch noch bestärkt. So ein Verhalten haben leider viele dominante Damen. Aber die Unterwerfung vor einer anderen Person, ist doch etwas besonderes, also ich unterwerfe mich nicht gleich jeder Frau mit einer Peitsche in der Hand, eine Dame muss mich schon davon überzeugen können, das ich ihr Sklave sein möchte, das ich ihr dienen möchte, und dazu gehört für mich auch, das eine dominante Dame, Mitgefühl für ihren Sub/Sklaven/Zögling hat, ihn schon streng erzieht, aber denoch soviel Empathie besitzt das es ihm auch gut geht. Einfach die Fürsorge bei einer dominante Dame muss auch bei SM da sein. Viele dominante Damen sehen in ihrem Sub/Sklaven/Zögling schon gar keinen Menschen mehr, der ist: nur noch ein Objekt, ein Spielball, ein Nichts, und die meinen das auch noch so ernst. Auch ein Sub/Sklave/Zögling ist ein individueller Mensch, den kann man nicht behandeln als wäre er ein Spielzeug das man benützt: als wäre es aus Plastik ohne Seele und Wert, und wenn man es nicht mehr braucht schmeißt man es weg.

      Lieben Gruß
      FS
    • Da hast du offenbar deine (schlechten) Erfahrungen gemacht. Doch ich denke, dass es gerade im BDSM-Bereich auf beiden Seiten Menschen gibt, die starke Persönlichkeitsprobleme auf diese Weise kompensieren. Auf der anderen Seite gibt es eben auch derart devote/ masochistische Personen, die sich genau das wünschen: ein nichts sein, so behandelt werden, als seien sie nichts und die genau darin aufgehen. Ob das gesund ist, ist die andere Frage.... Und inwieweit ein Herr oder eine Dame abschätzen kann und damit seiner der Rolle entsprechenden Verantwortung gerecht werden kann, liegt zum Einen oft am Intellekt und eben auch an der eigenen psychischen Gesundheit und Reife. Lust am quälen mögen viele Menschen empfinden, die verantwortungsvolle Persönlichkeit dazu bringen sicher nicht ganz so viele Menschen mit. Aber wie gesagt: ich würde das Thema nicht auf die Damen beschränken... ;)
    • nathalie schrieb:

      ich würde das Thema nicht auf die Damen beschränken... ;)
      Richtig. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Männer sich völlig unmöglich gegenüber Frauen verhalten. Ich habe diese "Maso-Frauen" gesehen, die ihre A...löcher auch noch verteidigt haben, "So ist eben SM"... hörte ich. Ich meine: Gut, jede und jeder nach seiner facon... nur: Glücklich sahen diese Frauen nicht aus. So traurige Augen... Es gibt auch schreckliche Frauen. DIE kann man(n) meiden...
      "Ich möchte keinem Club angehören, der Menschen wie mich als Mitglied aufnimmt." (Woody Allen oder Groucho Marx)

      "Sie beide sehen sehr glücklich aus. Wie kommt das, was ist Ihr Rezept..? (Frage von Woody Allen an ein junges Anfang-Dreißiger-Paar, das ihm zufällig auf der Straße begegnet.) Sie antwortet: "Nun, ich bin einfältig und oberflächlich, und habe an nichts auch nur das geringste Interesse." Und Er meint: "Ich bin das genaue Ebenbild..." Allen: "Tja..."
    • Ich habe auch positive Erfahrungen gemacht, so ist es nicht, aber das war eher selten der Fall,
      Warum ich mich bei meinen Beobachtung ( ich sehe dieses Thema ja nicht als Kritik, sondern als Beobachtung) zu diesem Thema nur auf dominante Frauen konzentriere: liegt einfach nur daran das mich nur dominante Frauen interessieren, ich befasse mich nicht mit dominanten Männern, die interessieren mich nicht......

      Und das es bei beiden Geschlechtern und auch bei dominanten und devoten, positive und negative Persönlichkeiten gibt, ist auch klar......

      Aber grundlegend solltet ihr, wie gesagt diesen Thread eben nicht als Kritik von meiner Seite aus betrachten, sondern es ist eben eine Sache die mir immer wieder auffällt, und die zu einer Diskussion anregt, ich bin einfach ein Mensch der gerne in die Tiefe geht und manche Dinge ergründen will.
    • Was halt bei narzisstischen Damen auch immer auffällt, das ist auch ihre Gefühlskälte, ihr fehlen von Empathie. Und Empathie ist eigentlich eine Eigenschaft die Frauen von Natur aus haben, ich muss auch ganz ehrlich sagen, mir ist eine "normale" Frau die Herzenswärme ausstrahlt oft lieber, wie eine dominante Frau die gefühlskalt rüberkommt, obwohl ich natürlich einen Hang zu dominanten Frauen habe. Aber die Vorstellung von der herzenswarmen liebevollen dominanten und denoch strengen Dame, die einen erzieht und hart züchtigt, aber auch liebevoll in den Arm nimmt, und fürsorglich behandelt, ist oftmals der Wunschtraum von vielen devoten Männern denke ich mal ? Aber nur ganz wenige Damen sind leider so, andererseits ist es doch auch so was man gibt, bekommt man auch, also wenn eine Dame Liebe gibt, bekommt sie die ja auch, und das von einem devoten Mann, ganz besonders intensiv. Deshalb verstehe ich das Verhalten von vielen dominanten Damen immer nicht ? Aber das ist eben der Narzissmus der da bei dennen dominiert, und so eine Denkweise erst gar nicht zulässt.
    • Ich finde dieses Thema sehr sehr spannend und habe mir in meinem Leben schon viele Gedanken darüber gemacht/machen müssen. Ich hatte in meinem Leben ja schon einige Male mit pathologischen narzisstischen und/oder soziopathischen Präzedenzfällen zu tun ... und es waren nie Leute die sich via Profiltext oder Beiträgen in Foren als solches zu erkennen gaben. Ganz im Gegenteil .. vielleicht muss man aber auch tatsächlich pathologischen Narzissmus von narzisstischen Persönlichlichkeitsstörung TRENNEN!! Ein/e echte/r Narzisst/in wirkt meistens erstmal sehr empathisch und fürsorglich. Ich persönlich habe eher Angst vor dieser Spezie ... andere, die mir schon mit dem Profiltext oder mit Chatverlauf negativ auffallen lass ich einfach links liegen. Die machen es mir einfach!!!

      Ich möchte übrigens hier auch nicht über eine psychische Störung urteilen .. bestimmt ist nicht JEDER mt einer solchen Diagnose ein A... ... und genauso umgekehrt; Diese Diagnose entschuldigt nicht dass man anderen Schaden zufügt.

      Ich persönlich bin ja auch -was den Kink betrifft, und NUR den Kink- etwas von dieser Verhaltensweise angezogen. Um aber nicht immer ins selbe Netz zu geraten muss ICH etwas ändern. Wir werden keine Profile ändern; wie werden die Menschen nicht ändern; wir werden es nicht ändern dass eben auch "kranke"(also damit meine ich nicht "krank" im Allgemeinen, sondern fremdschädigend krank) Leute an BDSM interessiert sind, oder vorgeben es zu sein .. wir können halt nur an unserem Umgang damit schrauben. So zumindest meine bisherigen; teils sehr schmerzhaften Erkenntnisse.
      Die Absicht, niemals zu täuschen, bringt uns in Gefahr, oft getäuscht zu werden.
    • sorry ... die Posts haben sich überschnitten.


      Was halt bei narzisstischen Damen auch immer auffällt, das ist auch ihre Gefühlskälte, ihr fehlen von Empathie. Und Empathie ist eigentlich eine Eigenschaft die Frauen von Natur aus haben, ich muss auch ganz ehrlich sagen, mir ist eine "normale" Frau die Herzenswärme ausstrahlt oft lieber, wie eine dominante Frau die gefühlskalt rüberkommt, obwohl ich natürlich einen Hang zu dominanten Frauen habe. Aber die Vorstellung von der herzenswarmen liebevollen dominanten und denoch strengen Dame, die einen erzieht und hart züchtigt, aber auch liebevoll in den Arm nimmt, und fürsorglich behandelt, ist oftmals der Wunschtraum von vielen devoten Männern denke ich mal ? Aber nur ganz wenige Damen sind leider so, andererseits ist es doch auch so was man gibt, bekommt man auch, also wenn eine Dame Liebe gibt, bekommt sie die ja auch, und das von einem devoten Mann, ganz besonders intensiv. Deshalb verstehe ich das Verhalten von vielen dominanten Damen immer nicht ? Aber das ist eben der Narzissmus der da bei dennen dominiert, und so eine Denkweise erst gar nicht zulässt.
      Manche Bottoms stehen halt genau DARAUF ... kalt behandelt zu werden. Es ist eben deren Art von Kink . Ich selbst mag das in gewisser Weise auch ... ich hab erst sehr spät entdeckt dass BDSM auch gespickt mit Herzenswärme sein kann. ... man muss halt echt lang suchen bis man (n) findet was passt . LEIDER!! SM hat soviele Facetten ..
      Die Absicht, niemals zu täuschen, bringt uns in Gefahr, oft getäuscht zu werden.