Unterwerfung

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    Es gibt 46 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Robert.

    • ich stosse immer wieder auf den Begriff Unterwerfung in Bezug auf unsere Neigung. Wie seht ihr das? Ich selbst kann mit diesem Begriff nicht viel anfangen. In wirklicher Erziehung darf Unterwerfung nicht vorkommen. Im Erziehungsspiel etwa?
    • Für mich persönlich gibt es ganz grob zweierlei Richtungen des Erziehungsspiel: das eine (welches in Spankingkreisen wohl am gängigsten ist, oder? ) bei dem Bottom unterworfen werden möchte, bzw. bei dem Top unterwerfen will. Dann das andere bei dem sich Bottom von vorne herein unterordnet und Demut zeigt. Und sicher gibt s noch ganz ganz viel dazwischen.

      Ich oute mich hier mal als Exot; dass Zuschauen kann für mich beim Geplänkel um "den anderen zu unterwerfen" von der Skala "nett anzuschauen" bis hin zu "total nervig" gehen. Ich selbst möchte NICHT unterworfen werden. Sondern möchte mich freiwillig unterwerfen und mich einlassen. Alls andere würde ich als eine Art echte Gewalt empfinden.
      • Wer ständig durch Suchen seine Zeit verschwendet hat keine mehr übrig was zu finden.
    • ja, das empfinde ich ähnlich. Darum würde ich das Wort Unterwerfung auch nicht gebrauchen. Einlassen ist schon gut. Bringt es die Neigung doch mit sich als Passiver die Demut zu haben und zu zeigen indem man sich der Bestrafung stellt. Im Gegenzug sollte der Aktive diese Demut schätzen und nicht für „Dominationszwecke“ missbrauchen.
    • Ich meine allerdings schon das Wort Unterwerfung genauso wie es geschrieben wurde. :)

      • die Unterordnung unter den Willen einer Autorität; siehe Untertan
      auch wenn schwer vorstellbar ; für mich liegt genau darin die Erfüllung.
      • Wer ständig durch Suchen seine Zeit verschwendet hat keine mehr übrig was zu finden.
    • Tanja schrieb:

      Ich meine allerdings schon das Wort Unterwerfung genauso wie es geschrieben wurde. :)

      • die Unterordnung unter den Willen einer Autorität; siehe Untertan
      auch wenn schwer vorstellbar ; für mich liegt genau darin die Erfüllung.
      ... mit Unterordnung unter den Willen einer Autorität triffst Du genau ins Schwarze. Hundert Punkte und ein Like!


      lt. Duden werden für Unterwerfung folgende Synonyme verwendet.

      Aneignung, Bemächtigung, Besetzung, Einmarsch, Einnahme, Eroberung; (bildungssprachlich) Annektierung, Annexion, Okkupation; (Papierdeutsch) Inbesitznahme
      Beugung, Fußfall, Kniefall; (gehoben) Canossagang
    • observer schrieb:

      In wirklicher Erziehung darf Unterwerfung nicht vorkommen. Im Erziehungsspiel etwa?
      In der heutigen Erziehung hoffentlich.
      Die traditionelle Erziehung hat wohl von Unterwerfung gelebt: „Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.“

      Da sich Erziehungsspiele an der traditionellen Erziehung orientieren, ist für mich Unterwerfung Bestandteil.
    • @ Male70 verwechseltst Du vllt. Unterwerfung mit Unterordnung bzw. Anerkennung von Autoritäten?
      lt. Duden jedenfalls passt Unterwerfung gar nicht.

      In der Erziehung hat Unterwerfung keinen Sinn. Es wäre nur eine mit Einschüchterung und mentaler Gewalt erzwungene Verhaltensänderung. Sicher ist das auch Ziel, die Verhaltensänderung, mit Unterwerfung werden charakterliche Mängel nicht korrigiert. Wer Unterwerfung in der Erziehung praktiziert, wird niemals das Vertrauen des zu Erziehenden gewinnen. Dein schönes Avatarbild zeigt keine Unterwerfung sondern eine scheinbar notwendige Korrekturmassnahme mit hoffentlich guten Erklärungen warum das jetzt so sein muss.
    • observer schrieb:

      In der Erziehung hat Unterwerfung keinen Sinn. Es wäre nur eine mit Einschüchterung und mentaler Gewalt erzwungene Verhaltensänderung.
      Ich verwechsle gar nichts.
      Unterordnung geschieht freiwillig. Da muss eine Einsicht vorhanden sein. D.h. wenn jemand um eine Züchtigung bittet, dann ordnet er sich unter.

      Als Kind habe ich nicht um eine Züchtigung gebeten. Sondern es war – wie du letztlich schreibst Einschüchterung, mentale Gewalt, und körperliche Gewalt.
      Auch wenn meine Eltern in besten Wissen und Gewissen und mit besten Absichten so gehandelt haben, war es letztlich eine erzwungene Verhaltensänderung, der ich mich unterwerfen musste und sicherlich nicht unterordnen wollte.
    • Unterordnung geschieht in der Tat freiwillig. Wenn Du Bestrafungen aus Deiner Kindheit ansprichst dann war das ja wohl eher Ungehorsam oder ähnliches, oder etwa bewusste Auflehnung? Kinder sind untergeordnet.
      Elemente der Erziehung sollen Ermahnung, Überführung, Disziplinierung und sicher auch die Unterstreichung der Unterordnung sein. Ging gar nichts mehr musste man fühlen. Das alles hat mit Unterwerfung nichts zu tun. Unterwerfung bedeutet liebloses handeln.
      Vermutlich unterscheiden wir uns in der Begrifflichkeit. Unterordnung, wie von @Tanja beschrieben trifft es weit besser. Sowohl unter Erwachsenen als auch in der Erziehung.